Es scheint das Zeitalter der Sequels, Remakes und späten Fortsetzungen zu sein, immerhin haben unlängst Kultfilme wie „Der Teufel trägt Prada“ noch einen zweiten Teil spendiert bekommen und Serien wie „Malcolm mittendrin“ warten mit neuen Staffeln auf. In diesen Reigen reiht sich nun auch „Zauberhafte Schwestern“ (im Original „Practical Magic“) ein. Der Film erschien im Jahr 1998 und war mit den auch damals schon hochkarätigen Schauspielerinnen Nicole Kidman und Sandra Bullock bestens besetzt.
So richtig wollte der Funke beim Start zwar nicht überspringen; die Kritiken fielen eher verhalten aus und an den Kinokassen konnte der Film „nur“ etwa 94 Millionen Dollar einspielen. In den folgenden Jahrzehnten konnte sich der Film allerdings schrittweise einen Kultstatus erarbeiten, der nun sogar mit „Zauberhafte Schwestern 2“ zu einer Fortsetzung geführt hat. Dieser ist nun in den Kinos angelaufen, aber lohnt sich das Sequel?
Darum geht es im Film „Zauberhafte Schwestern 2“
In der Fortsetzung kehren auch die beiden Hauptfiguren des Originals zurück, die Owens-Schwestern Sally (Sandra Bullock) und Gillian (Nicole Kidman). Und auch ihre Tanten Frances (Stockard Channing) und Bridget (Dianne Wiest) sind wieder mit dabei. Die beiden Schwestern-Gespanne bekommen zudem Gesellschaft von Sallys Töchtern Kylie (Joey King) und Antonia (Maisie Williams).
Die beiden jungen Frauen werden, wie schon die anderen Owens-Frauen vor ihnen, mit der dunklen und magischen Vergangenheit der Familie konfrontiert. Denn wer sich in eine Owens-Frau verliebt, findet früher oder später den Tod. Das muss Kylie am eigenen Leib erfahren, als ihr Freund bei einem Liebesgeständnis von einem Auto überfahren wird. Die junge Hexe macht sich daraufhin auf den Weg nach England, wo der Fluch, der auf der Familie lastet, seinen Ursprung hat.

Kritiker loben den Cast, tun sich aber mit der Handlung schwer
Schaut man sich die Meinungen zu „Zauberhafte Schwestern 2“ an, dann fallen diese gemischt, aber durchaus wohlwollend aus. Vor allem ein Aspekt wird in zahlreichen Kritiken positiv hervorgehoben: die Besetzung. Besonders die Chemie zwischen Sandra Bullock und Nicole Kidman kommt dabei einmal mehr gut an, während die Besetzung von Joey King (u.a. „The Kissing Booth“, „The Act“) und Maisie Williams (u.a. „Game of Thrones“, „The New Look“) als passende Ergänzung empfunden wird.
Wie schon beim Original werden das Drehbuch und der damit einhergehende Genremix allerdings eher negativ wahrgenommen. So schreibt unter anderem der NDR, dass „der Mix aus romantischer Komödie, übersinnlicher Magie und echter Lebensgefahr nicht aufgeht“. Kritik gibt es zudem an der Optik des Films, die mehrfach als „zu modern“ und „flach“ beschrieben wird – vor allem im Vergleich mit dem beliebten Look, der im Original der 90er-Jahre vorherrscht.
Für wen lohnt sich „Zauberhafte Schwestern 2“?
Der Film lohnt sich dennoch in erster Linie für Fans des ersten Teils, aber auch generell für alle, die sogenannter „Cozy Fantasy“ etwas abgewinnen können. Wer hingegen ein straffes Drehbuch ohne erzählerische Stolpersteine erwartet, könnte von „Zauberhafte Schwestern 2“ ein wenig enttäuscht sein. Zudem kann man mehrfach lesen, dass es zwar nicht zwangsläufig nötig sei, das Original gesehen zu haben, allerdings seien einige Aspekte verwirrend und erklärungsbedürftig, wenn gewisse Vorkenntnisse fehlen.
Bei IMDb hält der Film aktuell eine Wertung von 6,2, was in etwa dem Niveau des Vorgängers entspricht (dieser steht momentan bei 6,4). Auf Rotten Tomatoes kommt der Film hingegen deutlich schlechter weg und erreicht nur eine Bewertung von 35 Prozent. Die Nutzerinnen und Nutzer von Letterboxd vergeben hingegen im Schnitt 3,1 Sterne.

