Emily Brontë veröffentlichte im Jahr 1847 den Roman „Wuthering Heights“ unter dem Pseudonym Ellis Bell. Heute gilt die Liebesgeschichte zwischen Cathy und Heathcliff als Weltliteratur. Es handelt sich bei „Sturmhöhe“ um den einzigen Roman, den die Schriftstellerin jemals herausgebracht hat.
Seit einigen Monaten ist er wieder in aller Munde, denn die Regisseurin Emerald Fennell inszenierte das Werk neu. Am 12. Februar feierte der gleichnamige Film Premiere in Deutschland. In den Hauptrollen sind Margot Robbie und Jacob Elordi zu sehen. Aktuell hat es „Wuthering Heights“ auf den ersten Platz der Streaming-Charts von HBO Max geschafft. Denn die Produktion wurde bereits für das Heimkino freigegeben.

„Wuthering Heights“ auf HBO Max: Warum die Liebesgeschichte wie ein Horrorfilm wirkt
Doch Fennell hat mit ihrer Interpretation für Diskussionsstoff gesorgt. Die Regisseurin erzählt nicht einfach nur die sowieso schon sehr dramatische Liebesgeschichte der Protagonisten, für einige Zuschauer wirkt die Inszenierung wie ein Horrorfilm – und das ist auch so gewollt. In dem Beststeller geht es um den Waisenjungen Heathcliff, der als Kind von Mr. Earnshaw aufgenommen wird. Fortan lebt er auf dem Anwesen Sturmhöhe und freundet sich mit Cathy, der Tochter des Hauses, an.
Zwischen Cathy und Heathcliff entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit. Als die beiden erwachsen sind, entdecken sie ihre Liebe füreinander. Doch Cathy entscheidet sich für die Hochzeit mit dem wohlhabenden Mr. Linton. Ab diesem Moment befinden sich die Hauptfiguren in einer Abwärtsspirale, die alle Menschen in ihrer Umgebung mitzureißen scheint.
Die wichtigsten Infos zur Neuverfilmung von „Wuthering Heights - Sturmhöhe“:
- Regie: Emerald Fennell
- Hauptrollen: Margot Robbie & Jacob Elordi
- Kinostart (DE): 12. Februar 2026
- Streaming-Status: Platz 1 der Charts auf HBO Max (seit Mai 2026)
- Einspielergebnis: 240 Millionen US-Dollar weltweit
- Genre-Stil: Düstere Neuinterpretation im Stil eines Psychohorror-/Gothic-Films
- Rotten Tomatoes Scores: 75 % (Zuschauer) / 57 % (Kritiker)
- Vorlage: Einziger Roman von Emily Brontë (1847)

„Emotionale Brillanz“? Neuinterpretation von Emerald Fennell spaltet das Publikum
Fennell erzählt gekonnt die emotionale Geschichte von Liebe und Hass, gesellschaftlichen Regeln, Tod, Rache und Verzweiflung. Bewusst inszenierte die britische Filmemacherin die Geschichte von ihrer düstersten Seite. Die selbstzerstörerischen Handlungen und toxischen Dynamiken stehen in der neuen Interpretation im Vordergrund. Das Publikum gruselt sich ganz ohne Monster, denn es befindet sich im Innern der Hauptfiguren selbst. Außerdem überzeugt „Wuthering Heights“ mit einer visuell aufwendigen und künstlerischen Inszenierung, die sich an der Stimmung der berühmten Gothic Novel orientiert.
Weltweit spielte der Film 240 Millionen US-Dollar ein. Nur drei Monate nach dem Kino-Debüt geht es nun mit dem Erfolg in der Streamingwelt weiter. Auf Rotten Tomatoes erhielt das Drama einen Zuschauerscore in Höhe von 75 Prozent. Die Kritiker scheinen deutlich gespaltener zu sein, denn es gab lediglich 57 Prozent Zuspruch. „In leuchtenden Seidenstoffen und finstere Dunkelheit gehüllt, weicht Wuthering Heights zwar von der Romanvorlage ab, fängt aber die Brontë-Atmosphäre mit Stil und emotionaler Brillanz ein“, finden die Fans. Auf HBO Max können sich Abonnenten nun ihre eigene Meinung bilden.

