Bei Netflix feiert gerade das Reboot eines echten Klassikers Erfolge: „Unsere kleine Farm“. Die Serie konnte sogar zwischenzeitlich den Dauerbrenner „Nur für dein Leben“ ablösen, der wochenlang ohne Unterbrechung an der Spitze der Charts stand. Dieser Erfolg kommt wohl nicht von ungefähr.
Das Original, das wiederum auf der gleichnamigen Buchreihe von Laura Ingalls Wilder basiert, startete im Jahr 1974, kam am Ende auf stolze neun Staffeln und gilt heute als absolute Kultserie. Entsprechend groß sind die Pläne, die Netflix für das Franchise hat. Was ist über die Fortsetzung bekannt?
Netflix plant offenbar umfangreiche Umsetzung
Die Buchreihe umfasst insgesamt acht Bände – es gibt also theoretisch jede Menge Stoff zu verfilmen. Und das hat Netflix offenbar auch vor. Die 2. Staffel von „Unsere kleine Farm“ ist längst bestätigt und in Auftrag gegeben. In einer Mitteilung heißt es sogar, dass die Vorlage Stoff „für Jahre“ liefere – der Streaming-Dienst möchte also ein Langzeitprojekt daraus machen.
Da die Romane die Geschichte der Ingalls über viele Jahre hinweg erzählt, scheint das auch durchaus sinnvoll. Bislang ist zwar noch nicht bekannt, wann die neuen Folgen erscheinen sollen; Expertinnen und Experten rechnen frühestens im Sommer 2027 mit der Fortsetzung. Dafür ist jetzt schon klar, wie es inhaltlich weitergehen wird.

Darum geht es in „Unsere kleine Farm“ Staffel 2
„Unsere kleine Farm“ erzählt die Geschichte der Farmersfamilie Ingalls im späten 19. Jahrhundert, die zunächst aus Vater Charles (Luke Bracey), Mutter Caroline (Crosby Fitzgerald) und den Töchtern Mary (Skywalker Hughes) und Laura (Alice Halsey) besteht. Dabei handelt die erste Staffel der neuen Netflix-Serie einen Zeitraum von zwei Jahren ab, der in der Adaption aus den 70er-Jahren vor allem in den Pilotfilm verfrachtet wurde. In der Romanvorlage findet man die Handlung überwiegend in Band 2, der den deutschen Titel „Laura in der Prärie“ (im Original: „Little House on the Prairie“) trägt.
Achtung, ab hier folgen Spoiler! Das Buch – und auch die erste Netflix-Staffel – enden damit, dass die harte Arbeit der Familie Ingalls in Wisconsin zunichtegemacht wird. Denn die Familie siedelt auf Land, das eigentlich der indigenen Bevölkerung, dem Volk der Osage, gehört. Am Ende wird das Land von der Regierung auch entsprechend ausgewiesen und die Siedlerinnen und Siedler müssen das Territorium verlassen – so auch die Ingalls.
Von Familienfreund John Edwards erfahren sie aber, dass sie in Minnesota in Walnut Grove ein schönes neues Zuhause finden könnten. Der Vorlage zufolge lassen sich die Ingalls genau dort nieder; an dieser Stelle setzt dann auch die Serie aus den 70er-Jahren ein. Die Familie erwirbt dort eine verfallene kleine Farm und baut ihr Leben wieder auf. In „Unsere kleine Farm“ Staffel 2 dürften damit auch zahlreiche neue Charaktere wie etwa die Mitglieder der Familie Oleson auftauchen.
Kritiken zu Netflix-Reboot können sich sehen lassen
Bisher kam das Reboot von Netflix im Übrigen recht gut bei Kritikerinnen und Kritikern und auch beim Publikum an. Das zeigen nicht nur die guten Abrufzahlen. Auf der Plattform IMDb stehen aktuell 7,3 von 10 Sternen; die alte Serie kommt auf 7,6 Sterne. Bei Rotten Tomatoes stehen ein professioneller Score von 78 Prozent und eine Publikumswertung von 68 Prozent.
Gelobt wird dabei vor allem der Realismus der Netflix-Serie, die den Siedleralltag im 19. Jahrhundert zeigt, der vor allem von harter Arbeit geprägt ist. Gleichzeitig loben viele den zeitgemäßen Blickwinkel auf den Inhalt, gerade was den Umgang mit der indigenen Bevölkerung angeht.
Gerade im Vergleich mit der Produktion aus den 70ern bemängeln aber auch einige, dass der wesentliche Wohlfühlfaktor verloren geht, der die Serie auszeichnete. Der Fokus auf politische Korrektheit gefällt darüber hinaus auch nicht allen. Alles in allem sind die Stimmen zur Neuauflage von „Unsere kleine Farm“ aber sehr wohlwollend.

