Steven Spielberg ist jedem Film-Fan ein Begriff. Der US-amerikanische Regisseur hat einige der einflussreichsten und ikonischsten Filme aller Zeiten inszeniert. Dazu gehören etwa „Der weiße Hai“ (1975), „E.T. – Der Außerirdische“ (1982), „Jurassic Park“ (1993), „Schindlers Liste“ (1993), „Der Soldat James Ryan“ (1998), „Bridge of Spies“ (2015), „West Side Story“ (2021) oder auch die ersten „Indiana Jones“-Teile. Gemessen an den weltweiten Einspielergebnissen ist er der bislang erfolgreichste Regisseur der Filmgeschichte – was auch an seiner enormen Produktivität liegt.
Aber auch ein Steven Spielberg bereut offensichtlich einige Entscheidungen, die er im Laufe seiner Karriere getroffen hat. So verriet er in einem Interview mit der „Los Angeles Times“, dass ihm schon vor Jahrzehnten ein Film angeboten wurde, den er dann allerdings abgelehnt hatte. Diese Absage bereut er bis heute, weil sich der Stoff am Ende zu einem der besten Filme seines Genres, wenn nicht sogar aller Zeiten mauserte: „Das Schweigen der Lämmer“.

„Das Schweigen der Lämmer“ gilt als einer der einflussreichsten Filme überhaupt
Der Film erschien im Jahr 1991 und wurde am Ende von Regisseur Jonathan Demme umgesetzt. Dieser ist darüber hinaus vor allem für „Philadelphia“ (1993), „Gefährliche Freundin“ (1986) und „Menschenkind“ (1998) bekannt, wobei „Das Schweigen der Lämmer“ mit Abstand sein erfolgreichstes Werk ist. Der Film gilt als Meilenstein des Thriller-Genres und setzte sowohl in der Karriere von Jodie Foster als auch in der von Anthony Hopkins einen entscheidenden Akzent.
Zudem handelt es sich um den dritten und bis heute letzten Film, der bei den Oscars die sogenannten „Big Five“ gewinnen konnte. Damit ist gemeint, dass er in den wichtigsten fünf Kategorien – Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller und Beste Hauptdarstellerin – abgeräumt hat. Das ist ansonsten nur „Es geschah in einer Nacht“ (1934) und „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1975) gelungen.

Warum Steven Spielberg „Das Schweigen der Lämmer“ damals abgelehnt hat
So oder so ist „Das Schweigen der Lämmer“ ein Film, den sicherlich jeder Regisseur gerne in seiner Vita stehen hätte und Steven Spielberg ist da keine Ausnahme. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen hatte der Oscar-Preisträger allerdings tatsächlich die Möglichkeit dazu. Denn seiner Firma, Amblin Entertainment, war das Material vorab angeboten worden. Dann wurde aber offenbar entschieden, dass es nicht ganz ins Konzept passen würde – eine Entscheidung, die Spielberg bis heute wehmütig stimmt.
Im Interview, das bereits 1993 und somit zwei Jahre nach Erscheinen des Films entstanden ist, gestand der Regisseur unter anderem: „Nachdem ich 'Das Schweigen der Lämmer' gesehen hatte, dachte ich: 'Ich wünschte, ich hätte den Film machen können.'“ Offenbar wollte die Firma nicht, dass der Name von Steven Spielberg mit dem recht harten Stoff des Films in Verbindung gebracht würde.
In „Das Schweigen der Lämmer“ geht es um die junge FBI-Agentin Clarice Starling (Foster). Diese soll bei der Aufklärung einer aktuellen Mordserie helfen, indem sie mit dem verurteilten Serienmörder Hannibal Lecter (Hopkins) spricht, der in einem Hochsicherheitsgefängnis einsitzt. Dieser will die Informationen allerdings nur herausrücken, wenn Clarice persönliche Details aus ihrem Leben preisgibt. Dadurch entsteht zwischen den beiden eine spezielle Beziehung und ein psychologisches Schachspiel auf höchstem Niveau.

