Streaming-Tipp: Deutscher Thriller begeistert auf Netflix

Ein deutsches Gangsterdrama, das auf einer wahren Geschichte basiert, stürmt aktuell die Netflix-Charts. Auch an den Kinokassen war der Film, der das Leben des Rappers Xatar beleuchtet, ein großer Erfolg.
Streaming-Tipp: Deutscher Thriller begeistert auf Netflix
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Auf Netflix sorgt aktuell ein Film von Fatih Akin für Aufsehen, der die Geschichte einer der schillerndsten, faszinierendsten und prägendsten Figuren der deutschen Hip-Hop-Geschichte beleuchtet. Die Rede ist von „Rheingold“, der sich um die außergewöhnliche Lebensgeschichte des deutschen Rappers Xatar dreht.

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Dieser ist zwar im Jahr 2025 verstorben, an dem 2022 erschienenen Film war er allerdings noch maßgeblich beteiligt. Zudem basiert der Film auf seiner Autobiografie „Alles oder Nix“. Vordergründig hat die Handlung nichts mit der berühmten gleichnamigen Oper von Richard Wagner zu tun – auf den zweiten Blick dafür umso mehr.

Darum geht es in dem Film „Rheingold“ bei Netflix

Die Handlung folgt der Lebensgeschichte von Giwar Hajabi (Emilio Sakraya), wie Xatar mit bürgerlichem Namen hieß. Seine Familie flüchtete in den 1980er-Jahren zunächst aus Iran und dann aus dem Irak nach Deutschland. Dort wächst der Jugendliche (in dieser Version gespielt von Ilyes Raoul) unter teilweise schwierigen Verhältnissen in einer Sozialbausiedlung in Bonn auf. Seine Eltern, die beide Musiker sind, legen allerdings stets einen gewissen Wert auf die musikalische Ausbildung ihres Sohnes.

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Nachdem sein Vater die Familie verlässt, gerät Giwar auf die schiefe Bahn. Als er finanziell unter Druck gerät, weil er bei einem Drogenboss in der Kreide steht, plant er einen folgenschweren Überfall auf einen Goldtransporter. Gleichzeitig begleitet der Film die musikalische Entwicklung des Rappers, der sich schließlich den Spitznamen Xatar (auf Deutsch: gefährlich) verdient.

Emilio Sakraya im Film „Rheingold“
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Die wahre Geschichte hinter „Rheingold“

Der Film basiert, wie eingangs erwähnt, auf der Autobiografie des Rappers und erzählt entsprechend eine wahre Geschichte. Der Überfall auf den Goldtransporter hat im Jahr 2009 tatsächlich stattgefunden und zum Mythos um Xatar beigetragen. Darüber hinaus stimmen auch sämtliche Eckdaten des Films wie die Flucht der Eltern vor politischer Verfolgung mit dem jungen Giwar aus dem Irak, nachdem sie zuvor aus dem Iran geflohen waren, die Inhaftierung des Musikers und seine generelle musikalische Entwicklung.

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Vor allem bei der Darstellung der kriminellen Aktivitäten soll sich Regisseur Fatih Akin allerdings im Sinne der Stilistik einige künstlerische Freiheiten herausgenommen haben. In diesem Zuge wurden auch einige Charaktere und die dazugehörenden Figurenkonstellationen erfunden.

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Für wen lohnt sich der Film?

Der Genremix aus Musikerdrama und Gangsterfilm hat unterm Strich gute Kritiken erhalten. Bei IMDb steht der deutsche Film bei 6,7 von 10 Sternen. Auf Rotten Tomatoes vergab das Publikum die ordentliche Wertung von 67 Prozent, professionelle Kritikerinnen und Kritiker urteilten mit 55 Prozent etwas härter.

Gelobt wird dabei grundsätzlich die spannende Handlung, die hohen Unterhaltungswert bietet und „kein trockenes Biopic“ ist, wie ein Zuschauer schreibt. Vielfach werden zudem die starken Bilder gelobt, die in „Rheingold“ immer wieder zu sehen sind. Besonders positiv heben zudem viele die Leistung von Hauptdarsteller Emilio Sakraya hervor.

Kritisiert wird hingegen, dass dem Film an vielen Stellen eine kritische Distanz fehle und den Protagonisten – und seine kriminellen Taten – zu sehr glorifiziere. Zudem kann man mehrfach lesen, dass die Erzählung etwas „langatmig“ sei – kein Wunder bei der stolzen Länge von fast 140 Minuten.

An den Kinokassen war „Rheingold“ nichtsdestotrotz ein großer Erfolg und kann mit einem für einen deutschen Film sehr beachtlichen Boxoffice-Ergebnis von umgerechnet 9,7 Millionen Dollar aufwarten. Wer klassische Gangster- und Heist-Geschichten mag, kann mit dem Film durchaus auf seine Kosten kommen, genauso wie Fans des Rappers Xatar.