Auf Netflix sorgt aktuell eine neue True-Crime-Serie für Spannung und auch für Begeisterung. Sogar in Deutschland hat „The Idaho Murders: College Nightmare“ Platz 1 der Serien-Charts erreicht, nachdem dort wochenlang kein Vorbeikommen an der neuen Staffel „Kaulitz & Kaulitz“ war. Aber auch in zahlreichen anderen Ländern wird die True-Crime-Doku so viel gestreamt wie keine andere Serie. In insgesamt 47 Ländern reicht es den aktuellen Zahlen zufolge für den Spitzenplatz und mit Ausnahme weniger Märkte wie Bangladesch befindet sich das Format innerhalb der Top 10. Woher kommt die Begeisterung?
Darum geht es in „The Idaho Murders: College Nightmare“ bei Netflix
Wie in dem Genre üblich behandelt die neue Doku ein echtes Verbrechen, in diesem Fall einen Vierfachmord aus dem Jahr 2022, der damals vor allem in den USA für Schlagzeilen sorgte. Im November 2022 wurden vier Studierende – drei Frauen und ein Mann – in ihrem Wohnhaus in Idaho erstochen, vermutlich teilweise im Schlaf.
Die Geschehnisse werden durch Bodycam-Material, alte Textnachrichten und Interviews, unter anderem mit Hinterbliebenen, rekonstruiert. Verurteilt wurde am Ende ein früherer Kriminologie-Doktorand, der im Laufe des Verfahrens ein Schuldgeständnis vorlegte und so der Todesstrafe entging. Die Verurteilung erfolgte im Sommer 2025.
Wenige Tage, bevor die Netflix-Doku „The Idaho Murders: College Nightmare“ am 29. Juli 2026 gestartet ist, hat der Verurteilte sein Geständnis jedoch widerrufen. Seine Aussage hätten auf „falschen Versprechen und eklatanten Falschinformationen“ beruht, wie er es in einer Stellungnahme gegenüber der „New York Times“ formulierte. Nun läuft ein Antrag auf eine Wiedereröffnung des Verfahrens.
Alle Informationen zur „The Idaho Murders: College Nightmare“ auf einen Blick“
- Titel: The Idaho Murders: College Nightmare
- Genre: Doku, True Crime
- Streaming-Plattform: Netflix (seit 29. Juli 2026)
- Länge: Staffel 1 mit 3 Folgen
- Beteiligte: Skye Borgman (Regie), Joe Berlinger (Executive Producer?
- Bewertung: 6,8/10 Sterne bei IMDb, 100/100 Prozent bei Rotten Tomatoes
Das sind die Reaktionen auf die True-Crime-Doku von Netflix
Grundsätzlich fallen die Reaktionen auf die Dokumentation sehr positiv aus, wie nicht zuletzt die guten Streaming-Zahlen bei Netflix belegen. In den Kritiken wird vor allem die realitätsnahe und schnell getaktete Erzählweise gelobt, die dafür sorgt, „dass man sich regelrecht in die Geschehnisse hineingezogen“ fühlt, wie es in einem Kommentar heißt.
Dass die Geschichte vor allem aus Sicht der Familien erzählt wird, findet teilweise großen Anklang, sorgt aber auch für Kritik, weil sich viele mehr Einblick in die Ermittlungsarbeit gewünscht hätten. Ein Zuschauer merkt in diesem Kontext an, dass es sich so anfühlen würde, als ob man das gesamte gezeigte Material eigentlich schon gesehen hätte.
Entsprechend lohnt sich die Doku vor allem für True-Crime-Fans, die den Fall noch nicht allzu gut kennen oder die speziell an den Schilderungen der Hinterbliebenen interessiert sind.

