Blutiges Oscar-prämiertes Meisterwerk kommt zu Netflix

Ein Film, der bei den Oscars Geschichte geschrieben hat, wandert nun ins Netflix-Abo. Die Rede ist von „Blood & Sinners“ – aber ist der Hype gerechtfertigt?
Blutiges Oscar-prämiertes Meisterwerk kommt zu Netflix
Imago / Landmark Media

Originale Stoffe, die noch nicht mit einer großen Marke oder einer bekannten Vorlage in Verbindung gebracht werden, haben es inzwischen oft schwer in Hollywood. „Blood & Sinners“ hat im vergangenen Jahr dann allerdings völlig überraschend bewiesen, dass es auch anders geht. Zwar ist der außergewöhnliche Genremix aus Noir-Thriller, Musikfilm, Vampir-Horror und Südstaaten-Drama hierzulande an den Kinokassen ein wenig durchgerutscht, in den USA war der Film aber ein großer Erfolg.

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Und nicht nur das: „Blood & Sinners“ konnte bei der Oscar-Verleihung 2026 ganze 16 Nominierungen einheimsen – das ist Rekord. Gewinnen konnte der Film von Ryan Coogler am Ende vier der begehrten Auszeichnungen, unter anderem für Michael B. Jordan als bester Hauptdarsteller. Ab morgen wandert der Film nun bei Netflix ins Abo.

Darum geht es im Film „Blood & Sinners“

Mississippi im Jahr 1932: Die Zwillingsbrüder Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben genug von ihrem gefährlichen Leben in der Unterwelt Chicagos. Zurück in ihrer alten Heimat wollen sie ihre kriminelle Vergangenheit hinter sich lassen und einen Neuanfang wagen. Ihr Plan: einen eigenen Nachtclub eröffnen, in dem die Menschen bei Bluesmusik den harten Alltag voller Rassismus und Unterdrückung für ein paar Stunden vergessen können.

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Gemeinsam mit dem jungen, außergewöhnlich talentierten Gitarristen Sammie (Miles Caton) und einigen alten Bekannten verwandeln sie eine verlassene Scheune, die sie einem Mitglied des Ku-Klux-Klans abgekauft haben, in einen pulsierenden Treffpunkt. Doch was als ausgelassene Nacht voller Musik, Tanz und Hoffnung beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einem Albtraum. Denn draußen in der Dunkelheit lauert etwas noch viel Unheimliches als die rassistische Bevölkerung von Clarksdale oder die Schatten der Vergangenheit der beiden Brüder.

Szene aus „Blood & Sinners“ mit Hailee Steinfeld und Michael B. Jordan
Imago / Landmark Media

Ein Meisterwerk mit Längen?

In „Blood & Sinners“ werden viele Genres zusammengeworfen. So startet der Film als historisches Drama und Musikfilm über die Blues-Kultur im Mississippi der 1930er-Jahre, um dann in der zweiten Hälfte zu einem actionreichen Horrorfilm zu werden. Das gefällt sowohl der professionellen Kritik als auch dem Publikum.

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Besonders gelobt wird dabei durch die Bank weg die Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler. Aber auch das filmische Handwerk konnte viele begeistern, genauso wie die Liebe zum Detail. So schreibt etwa eine Person: „Ich habe alles an diesem Film geliebt: die Atmosphäre, die Kultur, die Musik, die blutigen Szenen und die versteckten Botschaften.“ Großes Lob gibt es auch für den Soundtrack.

Andere zeigen sich, vor allem angesichts des Hypes, aber auch enttäuscht. Vor allem das langsame Erzähltempo zu Beginn macht dabei offenbar einigen zu schaffen. Auch die beachtliche Länge kommt nicht bei allen gut an. So kann man mehrfach lesen, dass sich Zuschauerinnen und Zuschauer über Längen in der Erzählung beschweren. Dennoch sind sich die meisten einig, dass „Blood & Sinners“ ein absoluter Must-Watch-Film ist.

Alle Informationen zu „Blood & Sinners“ im Überblick

  • Titel: „Blood & Sinners“ (im Original: „Sinners“)
  • Genre: Horror, Fantasy, Drama, Musik
  • Länge: 138 Minuten
  • Altersfreigabe: 16 Jahre
  • Streaming-Plattform: Netflix (ab 3. November 2026)
  • Verantwortliche: Ryan Coogler (Regie, Drehbuch, Produktion), Ludwig Göransson (Musik)
  • Besetzung: Michael B. Jordan, Hailee Steinfeld, Miles Caton, Jack O'Connell
  • Bewertung: 7,5/10 Sternen bei IMDb, 97 und 96 von 100 Prozent bei Rotten Tomatoes, 4,1 von 5 Sternen bei Letterboxd

Hinweis: Die Daten beziehen sich auf den Stand vom 2. November 2026.