In den Sommermonaten erscheinen potenziell mehr Komödien als üblich, um bei Hitze und in der Ferienzeit eher leichte Unterhaltung zu bieten. Wie gut das funktionieren kann, zeigt aktuell mal wieder Streaming-Riese Netflix. Dort sorgt nämlich gerade die ungewöhnliche Buddy-Komödie „Little Brother“ für Aufsehen und traumhafte Chart-Platzierungen.
Seit Tagen steht der Film mit Stars wie John Cena („The Suicide Squad“, „Fast & Furious“) und Michelle Monaghan („Mission: Impossible“, „The Family Plan“) in vielen Ländern auf Platz 1. Inzwischen reicht es auch international für den Spitzenplatz. Und das, obwohl die Kritiken eher durchwachsen sind.
Darum geht es in „Little Brother“ bei Netflix
Der pedantische und ordnungsliebende Immobilienmakler Rudd (John Cena) ist beruflich erfolgreich und mit seiner Frau Deirdre (Michelle Monaghan) glücklich verheiratet. Eines Tages bringt jedoch ein einziger Anruf alles gehörig durcheinander, in dem ihm mitgeteilt wird, dass sein Bruder einen Unfall hatte. Im Krankenhaus muss er jedoch feststellen, dass es sich bei dem Verletzten nicht um seinen Bruder Josh (Christopher Meloni) handelt, mit dem er ein kompliziertes Verhältnis hat.
Stattdessen trifft er dort auf Marcus (Eric André), seinen „kleinen Bruder“ aus einem „Big Brother-Little Brother“-Programm zu Schulzeiten. Da Marcus sonst niemanden zu haben scheint, der sich nach seiner Verletzung um ihn kümmern kann, übernimmt Rudd diese Aufgabe etwas widerwillig – nicht wissend, dass der Mann sein Leben komplett auf den Kopf stellen wird. Aber muss das zwangsläufig etwas Schlechtes sein?

Netflix-Komödie „Little Brother“ bietet „seichte Unterhaltung“
Die Kritiken für „Little Brother“ bewegen sich mit 5,4 Sternen bei IMDb und 50 Prozent bei Rotten Tomatoes im etwas unterdurchschnittlichen Bereich. Dem Erfolg der Komödie tut das allerdings keinen Abbruch. „FlixPatrol“ zufolge stand der Film zwischenzeitlich in 50 Ländern auf Platz 1 der Charts, darunter auch Deutschland sowie in wichtigen Märkten wie Großbritannien und den USA.
Angesichts des derben Culture‑Clash‑Humors ist die Wertung auch nicht weiter überraschend – entweder man mag den Humor oder eben nicht. So ist es dann auch der Humor, der besonders viel Lob, aber auch Kritik einstecken muss. Viele stören sich allerdings auch generell am vorhersehbaren Drehbuch, das „wenig Originelles zu bieten hat“, wie eine Zuschauerin kommentiert.
Viele loben hingegen die schauspielerische Leistung, vor allem Christopher Meloni („Special Victims Unit“, „Oz – Hölle hinter Gittern“). Aber auch die Energie zwischen John Cena und dem Comedian Eric André („Bad Trip“, „Man Seeking Woman“) kommt bei vielen gut an. Ein Zuschauer fasst zusammen: „Gehirn ausschalten und Spaß haben.“

