Netflix hat sich im True-Crime-Bereich einen guten Ruf erarbeitet. Der Streaming-Riese bringt sowohl im Film- als auch im Serien-Bereich in großer Regelmäßigkeit neue Inhalte, die auf wahren Verbrechen basieren. Teilweise handelt es sich dabei um international bekannte kriminalfälle. Mitunter wird so aber auch neues Licht auf eher unbekannte Verbrecherinnen und Verbrecher geworfen.
Wie erfolgreich Netflix damit sein kann, beweist das aktuelle Beispiel „Evil Influencer: The Jodi Hildebrandt Story“. Die am 30. Dezember erschienene True-Crime-Doku beleuchtet einen Fall, der 2023 hohe Wellen geschlagen und die Schlagzeilen vor allem in den USA dominiert hatte. Aktuell steht die Doku in zahlreichen Ländern auf Platz 1 der Streaming-Charts. Allerdings ist sie nichts für schwache Nerven, wie auch die Kommentare der Zuschauerinnen und Zuschauer zeigen.
Zwar sind True-Crime-Produktionen selten leichte Kost. Im Fall von „Evil Influencer: The Jodi Hildebrandt Story“ geht es allerdings um das Thema Kindesmissbrauch. Dabei beleuchtet die Netflix-Doku den bekannten Fall von einer ganz anderen Seite und rückt mit Jodi Hildebrandt eine bisher eher unbekannte Täterin ins Licht der Öffentlichkeit.

Jodi Hildebrand aus Netflix-Doku „Evil Influencer“ bekommt 2026 Chance auf Bewährung
Die Doku beleuchtet den Fall um die Vloggerin Ruby Franke. Die Mormonin galt nach außen als Vorzeigemutter und startete 2015 einen sehr erfolgreichen YouTube-Kanal. Auf diesem zeigte sie den zu Hochzeiten fast drei Millionen Abonnentinnen und Abonnenten Szenen aus ihrem Alltag, in denen vor allem ihre sechs Kinder eine zentrale Rolle einnahmen. Dabei viel den Fans auf, dass der Umgang mit den Kindern im Laufe der Zeit immer kühler wurde, biss der Kanal 2022 in „Moms of Truth“ umbenannt wurde und statt der Kinder plötzlich die Therapeutin Jodi Hildebrandt zu sehen war.
Ein Jahr später klingelte dann eines von Frankes Kindern bei Nachbarn und bat um Hilfe. Der Junge war abgemagert und verletzt. Die folgenden Ermittlungen fördern dann nicht nur die grausame Behandlung der Kinder zutage. Die ominöse Therapeutin Hildebrandt, die auch als Live-Coach tätig war, soll darüber hinaus zahlreiche andere Menschen betrogen und gezielt Ehen zerstört haben.
Vor allem aufgrund des Themas der Kindesmisshandlung ist die Netflix-Doku für viele nur schwer auszuhalten. „Zutiefst beunruhigend“ oder „emotional erschöpfend“ lauten nur einige der Kommentare zu der True-Crime-Dokumentation. Andere beschreiben, dass sie irgendwann abschalten mussten. „Mir wird schlecht, wenn ich diese beiden widerlichen Frauen sehe“, kommentiert etwa jemand auf Reddit.
