In 56 Ländern in den Netflix-Charts: Deutsche Komödie feiert überraschenden Erfolg

Bei Netflix feiert aktuell ausgerechnet eine deutsche Komödie große internationale Erfolge. Die Kritiken sind zwar durchwachsen, die Streaming-Zahlen dafür umso besser. Vor allem die heimlichen Hauptdarsteller sorgen für viel Freude.
In 56 Ländern in den Netflix-Charts: Deutsche Komödie feiert überraschenden Erfolg
Netflix

Wer einen Blick auf die aktuellen Netflix-Charts wirft, könnte überrascht sein. Denn auf Platz 2 steht kein bekannter Name mit großem Budget. Stattdessen konnte sich die deutsche Komödie „Eat Pray Bark“ den Platz auf dem Treppchen sichern. Dabei steht der Film nicht nur in Deutschland auf Platz 2 (hinter „Anaconda“), auch mit Blick auf die weltweiten Zahlen wird dieser Platz erreicht.

Ihren Spitzenplatz verdankt die Netflix-Komödie der Tatsache, dass sie in insgesamt 56 Ländern einen Top-10-Platz erreichen konnte (Stand: 8. April). Besonders viel wird der Film den Daten der Website „FlixPatrol“ zufolge in Ungarn, Österreich, der Ukraine oder auch in Spanien geschaut. In den ersten fünf Tagen nach dem Start sind so bereits 7,0 Millionen Aufrufe zusammengekommen. Vielen gefallen dabei das Konzept, die Kulisse, aber auch der deutsche Humor.

Darum geht es in „Eat Pray Bark“ bei Netflix

In „Eat Pray Bark“ – der Titel dürfte nicht nur zufällig an die romantische Komödie „Eat Pray Love“ erinnern – geht es um die Beziehung zwischen dem Menschen und seinem besten Freund: dem Hund. Fünf Menschen machen sich mit ihren vier Hunden auf in die Berge, um bei Hundetrainer Nodon (Rúrík Gíslason) den besseren Umgang mit ihren Vierbeinern zu lernen. Die Motive sind dabei genauso verschieden wie die Menschen.

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Uschi (Alexandra Maria Lara) möchte ihre politische Karriere retten, Helmut (Devid Striesow) und Ziggy (Doğa Gürer) ihre Beziehung, da die Hundeliebe sehr einseitig ist. Babs (Anna Herrmann) möchte ihren Hund um jeden Preis behalten, während Hakan (Kerim Waller) sich nicht einmal traut, seinem Hund den Maulkorb abzunehmen. Die ungleiche Truppe kommt auf einer Berghütte in den Tiroler Alpen zu einem Hundetrainingscamp zusammen, das es in sich hat.

Zuschauer feiern deutsche Komödie

Schaut man sich die Bewertungen zu „Eat Pray Bark“ an, dann sind diese dem Genre entsprechend durchschnittlich. Bei IMDb bekommt der Netflix-Film 5,4 Sterne. Dabei fällt auf, dass sich viele Wertungen entweder am oberen oder am unteren Ende der Skala befinden. Nur wenige vergeben tatsächlich eine durchschnittliche Wertung. Ein ähnliches Bild zeigt sich auf Rotten Tomatoes.

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Die Kritiken für die Netflix-Komödie reichen von „Gelangweilt von der ersten Minute“ bis zu „Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß“. Ein Umstand, der in diesem Zusammenhang einige überraschen könnte: Der deutsche Humor kommt offenbar gut an. Vor allem betonen aber viele, wie „heilsam“ und „angenehm“ sie „Eat Pray Bark“ fanden. So steht in einer Kritik: „Ich hatte keine Erwartungen und war angenehm überrascht, wie tiefgründig und schön der Film war.“ Eine andere Person schreibt, dass der Netflix-Film sie einfach glücklich gemacht habe und das manchmal alles sei, was man brauche.

Die Kritik von internationalen Zuschauerinnen und Zuschauern bezieht sich in erster Linie auf die Synchronisation. Ansonsten wird mehrfach bemängelt, dass die Handlung recht vorhersehbar sei. Dem stellen wiederum andere entgegen, dass sie genau das als wohltuend empfinden würden. So heißt es in einer Kritik: „Ja, es ist zwar kein 'Citizen Kane', aber wen interessiert das schon? (...) Die meisten von uns, die den Film gesehen haben, haben gelacht und ihn genossen.“