„Brutal, emotional und ungefiltert“: Französische Drama-Serie bei Netflix löst versteckten Hype aus

Eine neue Netflix-Serie sorgt aktuell für Begeisterung und sahnt gute Chart-Platzierungen ab. Trotzdem läuft sie bei vielen immer noch unter dem Radar.
„Brutal, emotional und ungefiltert“: Französische Drama-Serie bei Netflix löst versteckten Hype aus
Netflix

Eine neue Serie aus Frankreich entwickelt sich etwas überraschend zum Netflix-Hit. Auch in Deutschland hält sich die Produktion seit Tagen in den Charts, in insgesamt 22 Ländern steht sie aktuell sogar auf Platz 1, was ihr international gesehen ebenfalls den Spitzenplatz beschert. Die Rede ist von der Serie „Bandi“, die sich um eine Gruppe von Geschwistern dreht und im Deutschen den passenden Zusatztitel „Unter Geschwistern“ trägt.

Darum geht es in der Netflix-Serie „Bandi“

Im Mittelpunkt der Handlung stehen elf Geschwister zwischen sieben und 23 Jahren. Die auf der französischen Insel Martinique lebende Familie hat mit schwierigen Verhältnissen zu kämpfen, vor allem nach dem Verlust der Mutter. Nach ihrem Tod müssen sich die Geschwister alleine durchschlagen. Dabei haben sie zum einen ganz alltägliche Konflikte untereinander zu lösen. Sie werden aber auch immer wieder mit Armut und Kriminalität konfrontiert.

Einige geraten selbst auf die schiefe Bahn und werden in gefährliche Drogengeschäfte verwickelt. Die schwierigen äußeren Umstände stellen sie immer wieder auf die Probe und testen ihren familiären Zusammenhalt. Der Titel der im Übrigen ersten Netflix-Serie, die auf Martinique gedreht wurde, kommt aus dem Kreolischen. Übersetzt bedeutet „Bandi“ so viel wie „Bandit“ oder „Banditentum“.

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Vor allem eine Szene lässt Zuschauer aufgebracht zurück

Auf IMDb hält die Netflix-Serie aktuell 6,0 Sterne. Das liegt vor allem daran, dass die Bewertungen teilweise deutlich auseinandergehen. Viele vergeben acht bis zehn Sterne, andere hingegen nur ein bis zwei. Ein Zuschauer beschreibt „Bandi“ dabei als „schonungslose französische Dramaserie“, an anderer Stelle ist von einer „lateinamerikanisch-westindischen Ghetto-Geschichte“ die Rede. Mehrfach kann man zudem Dinge lesen wie „Für mich bisher die beste Serie von Netflix in diesem Jahr“.

Besonders positiv wird dabei die intensive Spannung hervorgehoben, die die Serie erzeugt. Viele zeigen sich auch von der Landschaft Martiniques begeistert. Kritik gibt es allerdings an teilweise unnötig gezeigter Gewalt in der FSK-16-Produktion. Vielen geht es dabei offenbar vor allem um eine Szene, in der ein Hund gequält wird (die Crew betonte im Nachhinein, dass es dem Tier gut gehe). Zudem wirke das Schauspiel der recht unerfahrenen Darstellerinnen und Darsteller an einigen Stellen etwas hölzern.

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Alles in allem ist die grundsätzliche Stimmung zu der Krimi-Drama-Serie des Streaming-Dienstes allerdings ausgesprochen positiv und viele sprechen eine unbedingte Sehempfehlung aus. „Bandi“ ist seit dem 9. April bei Netflix zu sehen.