2025 war ein gutes Jahr für Fans brutaler Action-Filme. Titel wie das „John Wick“-Spin-off „Ballerina“, der neue „Predators“-Film, ein weiterer „Mission Impossible“-Teil – es war in dem Genre einiges los an den Kinokassen. Dabei ist allerdings ein Streifen nahezu untergegangen, obwohl er von der Kritik gefeiert wurde. Die Rede ist von „Mr. No Pain“ (im Original „Novocaine“) mit „The Boys“-Star Jack Quaid.
Weltweit konnte der Film lediglich 34,5 Millionen Dollar einspielen. Das dürfte an der starken Konkurrenz, aber auch am vergleichsweise unaufälligen Marketing gelegen haben. Jetzt ist der schwarzhumorige Action-Streifen bei Netflix zu sehen und hat in den Ländern, in denen er neu ins Programm aufgenommen wurde, direkt Spitzenpositionen erobert. Unter anderem in Deutschland landet er sogar auf Platz 1.
Darum geht es im Film „Mr. No Pain“
Nathan „Nate“ Caine (Jack Quaid) ist eigentlich eher ruhig und zurückhaltend und arbeitet als stellvertretender Geschäftsführer einer Kreditgenossenschaft in San Diego. Im Umgang mit anderen Menschen zeigt er sich in erster Linie unbeholfen, was auch einer sich anbahnenden Romanze mit Kollegin Sherry (Amber Midthunder) im Weg steht.
Doch dann stürmt an Heiligabend eine als Weihnachtsmänner verkleidete Gruppe von Räubern die Kreditgenossenschaft. Ihr Anführer, Simon Greenly (Ray Nicholson), geht dabei äußerst brutal vor und nimmt Sherry schließlich als Geisel. Daraufhin beschließt Nate, seine Angebetete zu retten, wobei eine angeborene Krankheit zum entscheidenden Vorteil wird. Er kann nämlich aufgrund eines seltenen Gendefekts keine Schmerzen spüren, was praktisch ist, wenn man zum Beispiel eine Waffe aus einer heißen Fritteuse zieht.

Kritiker und Publikum feiern ungewöhnlichen Action-Film
Publikum und Kritikerlager zeigten sich von „Mr. No Pain“ einhellig begeistert. Trotz seines Genres und stellenweise klamaukischen Ansatzes konnte der Film eine IMDb-Wertung von 6,5 Sternen (von 10) erreichen und auch Branchenportale wie „Filmstarts“ vergeben gute Wertungen von 4 Sternen (von 5). Auf Rotten Tomatoes kommt so ein Kritikerwert von sehr guten 81 Prozent zusammen. Das Publikum bewertete mit 84 Prozent sogar noch ein bisschen besser.
„Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß bei einem Action-Film“, schreibt beispielsweise jemand. „Keine Ahnung, was ich da gerade gesehen habe, aber eines weiß ich: Es hat mir sehr gefallen“, ergänzt eine weitere Person. Vor allem die blutige Action, die mehrfach als „erfrischend“ bezeichnet wird, kommt bei den allermeisten gut an. Auch die Leistung von Jack Quaid wird vielfach gelobt.
Allerdings wird mehrfach angemerkt, dass man es mit der Logik in „Mr. No Pain“ nicht allzu genau nehmen sollte, da die Handlung einige Logiklücken aufweist. Auch das etwas generische Grundsetting wird von einigen negativ hervorgehoben, die sich Kommentaren zufolge „etwas mehr erhofft“ hatten.
Für wen lohnt sich „Mr. No Pain“ im Stream?
„Stell dir vor, 'Kevin – Allein zu Haus' wäre erwachsen geworden, hätte eine Krankheit entwickelt, die ihn unempfindlich gegenüber Schmerzen macht, und hätte sich (...) im Grunde genommen in einen menschlichen Crashtest-Dummy verwandelt“, fasst ein Fan das Gesehene zusammen. Wer sich davon angesprochen fühlt, der sollte sich „Mr. No Pain“ unbedingt anschauen, allerdings ist der Film nichts für schwache Nerven, wie auch das FSK-18-Rating beweist.
Wer also mit over-the-top Action und Body-Horror nichts anfangen kann und eher auf der Suche nach bierernster Action ist, sollte eher einen Bogen um den Titel machen. Aber wer es gerne ein bisschen überdreht und schwarzhumorig mag, könnte bei diesem Film durchaus 110 Minuten Spaß haben.

