250-Millionen-Dollar-Spektakel bei Netflix wird zum aktuell meistgestreamten Film

Innerhalb eines Tages ist ein neuer Film bei Netflix an die Spitze der Streaming-Charts geschossen. Dabei handelt es sich um die vieldiskutierte Fortsetzung eines Blockbusters, auf die Fans 24 Jahre gewartet haben.
250-Millionen-Dollar-Spektakel bei Netflix wird zum aktuell meistgestreamten Film
IMAGO / Landmark Media

Netflix glänzt regelmäßig mit Eigenproduktionen im Film- und Serienbereich. Dass der Streaming-Dienst aber auch mit Lizenztiteln Erfolg haben kann, zeigt ein Blick auf die aktuellen Charts. Dort ist nämlich über Nacht ein Film direkt an der Spitze eingestiegen, der erst seit gestern auf der Plattform zu sehen ist: „Gladiator 2“.

Der erste Teil des Blockbusters hat im Jahr 2000 Filmgeschichte geschrieben und gilt bis heute als eines der besten Historien-Epen aller Zeiten. Wie schon der erste Teil wurde auch „Gladiator 2“, der dann im Jahr 2024 im Kino lief, von Ridley Scott inszeniert. Für die Fortsetzung hatte der bekannte Regisseur (der neben „Gladiator“ unter anderem auch für „Blade Runner“, „Alien“ und „Der Marsianer“ bekannt ist) ein Budget von stolzen 250 Millionen Dollar zur Verfügung.

Nachdem Fans also 24 Jahre auf die Fortsetzung warten mussten, kommt diese nun zwei Jahre nach Kinostart zu Netflix. Zwar war der Titel bereits im Frühjahr 2025 bei Paramount+ und dann auch bei Sky/Wow zu sehen. Allerdings hat erst der aktuelle Netflix-Start für gigantische Streaming-Zahlen gesorgt.

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Darum geht es in „Gladiator 2“ bei Netflix

Die Handlung von „Gladiator 2“ setzt 16 Jahre nach der des ersten Teils und dem heldenhaften Tod von Maximus Decimus Meridius (Russell Crowe) an. Allerdings hat sich der Traum des verstorbenen Gladiators – und auch der des ermordeten Kaisers Marcus Aurelius – ins Gegenteil verkehrt. Die Macht liegt wieder fest in den Händen der beiden korrupten Kaiser Caracalla und Geta (Fred Hechinger und Joseph Quinn).

Um die letzte freie Stadt im afrikanischen Numidien im Namen Roms zu erobern, wird der Tribun Acacius (Pedro Pascal) ausgesandt, der inzwischen mit der aus dem ersten Teil bekannten Lucilla (Connie Nielsen) verheiratet ist. Dort trifft er auf Hanno (Paul Mescal). In der Schlacht wird dessen Ehefrau tödlich verletzt und Hanno selbst gerät in Kriegsgefangenschaft. Er wird schließlich zum Gladiator ausgebildet, während er Rache an allen schwört, die seine Heimat zerstört haben. Allerdings wird er schon bald von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt.

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Paul Mescal und Pedro Pascal in „Gladiator 2“
IMAGO / Everett Collection

Erster „Gladiator“-Film hat inzwischen Kult-Status

Wer bei dieser Handlung Parallelen zum Original sucht, wird schnell fündig. Denn genau wie Russell Crowes Maximus wird Hanno in „Gladiator 2“ zunächst alles genommen, bevor er in der Arena kämpft. Der zweite Teil sucht dauerhaft Anschluss an das vorangegangene Erfolgsepos und stellt noch viele weitere Bezüge her.

Doch trotz zahlreicher Gemeinsamkeiten reicht für viele die Fortsetzung nicht an den ersten Teil heran. So landet „Gladiator 2“ auf IMDb bei 6,4 Sternen, bei Rotten Tomatoes sind 70 beziehungsweise 80 Prozent der Stimmen positiv. Zum Vergleich: Teil 1 kommt auf fantastische 8,5 Sterne und 80 beziehungsweise 87 Prozent.

Gespaltene Kritiken zu „Gladiator 2“

Hauptkritikpunkt ist dabei die oft zu konstruiert wirkende Handlung, in der sich die Charaktere nicht wirklich entwickeln könnten. Auch die Dialoge werden teilweise negativ erwähnt. Und es gibt zahlreiche Reviews zu „Gladiator 2“, die explizit erwähnen, dass vor allem Fans des ersten Teils enttäuscht werden könnten.

Mehr ist nicht immer gleich besser“, schreibt ein Zuschauer und bezieht sich in seiner folgenden Kritik unter anderem auf Charaktere, Action und das riesige Budget. „Gladiator 2“ sei „so überladen, dass er gehetzt wirkt“. Viele vermissen zudem die Tiefe, die noch der Vorgänger hatte, der sich auf eine klare Handlung konzentrierte.

Lob gibt es hingegen für den Cast, vor allem für Hauptdarsteller Paul Mescal, aber auch für Denzel Washington. Die episch angelegte Action stößt ebenfalls allgemein auf jede Menge Zustimmung und mehrfach kann man lesen, dass es sich um einen würdigen Nachfolger handelt.