Seit Tagen hält sich ein Film stabil an der Spitze der Netflix-Charts, den dort die wenigsten vermutet hätten. Es handelt sich nämlich weder um eine von Netflix gepushte nagelneue Eigenproduktion, noch um einen halbwegs aktuellen Film, der per Lizenz erworben wurde, kurz nachdem er in den Kinos war. Stattdessen grüßt laut den Zahlen von FlixPatrol mit „Prometheus“ ein 12 Jahre alter Sci-Fi-Horror-Film von Platz 1.
Der Film konnte damals ein starkes Einspielergebnis einfahren und erhielt, vor allem mit Blick auf sein Genre, herausragende Bewertungen. Bei IMDb hält „Prometheus“ glatte sieben von insgesamt zehn Sternen. Auf Rotten Tomatoes haben Kritikerinnen und Kritiker 73 Prozent vergeben; die Publikumswertung liegt mit 68 Prozent auch nur leicht darunter. Der Film ist Teil der bekannten „Alien“-Reihe von Ridley Scott und liefert gewissermaßen deren Vorgeschichte.

Netflix hat aktuell wenig Neuheiten im Angebot, die „Prometheus“ Konkurrenz machen könnten
Während die Hauptreihe im Jahr 2122 ansetzt, ist die Handlung von „Prometheus“ zunächst auf das Jahr 2089 datiert und springt dann ins Jahr 2093. Das Archäologenpaar Elizabeth Shaw (Noomie Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) sollen mit einem Trupp der Weyland Corporation unter der Führung von Meredith Vickers (Charlize Theron) und in Begleitung des Androiden David (Michael Fassbender) im Universum den Ursprung der Menschheit zu erforschen. Dabei stoßen sie auf den Mond LV-223 und entdecken dort außerirdische Strukturen, die sich jedoch schnell als tödliche Gefahr entpuppen.
Finanziell gesehen ist „Prometheus“ der erfolgreichste Titel der „Alien“-Reihe. Das und die guten Kritiken sind ein Teil der Erklärung, warum der Film auf Netflix plötzlich wieder so großen Anklang findet. Dazu kommt, dass der Titel in einigen Märkten, in denen er aktuell so stark ist, seit Mitte Februar neu im Portfolio des Streaming-Dienstes ist. Aber auch in Deutschland liegt er auf Platz 4. Ein wesentlicher Faktor dürfte zudem sein, dass es zurzeit wenig Konkurrenz auf der Plattform gibt, vor allem in Sachen Eigenproduktionen.
