2025 war ein starkes deutsches Filmjahr. Filme wie „Amrum“, „In die Sonne schauen“ oder „Das Verschwinden von Josef Mengele“ konnten teilweise auch international für Aufmerksamkeit sorgen. Nun hat sich Netflix ein Drama gesichert, das von der Kritik ebenfalls gefeiert und mehrfach für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde: „22 Bahnen“. Der Film basiert auf dem erfolgreichen gleichnamigen Debütroman von Caroline Wahl und ist stark bei Netflix in den Charts eingestiegen.
Darum geht es in dem Drama „22 Bahnen“
Die Handlung des Films dreht sich um die beiden Schwestern Tilda (Luna Wedler) und Ida (Zoë Baier), die bei ihrer alkoholkranken Mutter (Laura Tonke) aufwachsen. Ida ist erst zehn Jahre alt, weshalb sich Tilda neben ihrem Mathematik-Studium und ihrem Job als Kassiererin um sie kümmert. Dabei bleibt Tildas eigenes Leben oft auf der Strecke. So zögert sie etwa, eine Promotionsstelle in Berlin anzunehmen, weil sie ihre kleine Schwester nicht alleine lassen möchte.
Währenddessen entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Tilda und Viktor (Jannis Niewöhner). Die beiden teilen eine Leidenschaft fürs Schwimmen, allerdings hat der junge Mann mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen, nachdem sein Bruder Ivan (Kosmas Schmidt) bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.

Lohnt sich „22 Bahnen“ bei Netflix?
Bei Netflix konnte sich „22 Bahnen“ direkt zum Start den 3. Platz in den deutschen Charts des Streaming-Dienstes sichern. Davor liegen nur noch „Enola Holmes 3“ mit Millie Bobby Brown und der Dauerbrenner „Voicemail for Isabelle“ – der wiederum auf dem deutschen Film „SMS für dich“ basiert. Auch in den anderen deutschsprachigen Ländern ist das Drama stark platziert.
Auf IMDb hält „22 Bahnen“ aktuell die gute Wertung von 6,9 (Stand: 10. Juli). Besonders gelobt wird dabei zum einen die Darstellung von Luna Wedler, aber auch die Regie wird vielfach positiv erwähnt. „Eine wundervolle Kinoerfahrung“, kommentiert ein Zuschauer. „Ich hatte danach überall Gänsehaut“, schreibt wiederum eine Zuschauerin. Ihr Kommentar bezieht sich vor allem auf die Darstellung der Beziehung zwischen den beiden Schwestern.
Einige Kritikerinnen und Kritiker werfen dem Film allerdings, wie auch schon der Vorlage, fehlenden Mut zur Originalität vor. Die Konflikte und ihre Entwicklungen seien vorhersehbar. Alles in allem sind sich die meisten allerdings einig, dass „22 Bahnen“ ein absolut sehenswertes Familiendrama ist, das nun im Netflix-Abo zu sehen ist.

