Mit Skandalszene und Weltrekord: „House of the Dragon“ Staffel 3 startet furios

Nach zwei Jahren Wartezeit geht es endlich mit „House of the Dragon“ weiter. Nachdem die Kritiken für die zweite Staffel durchwachsen waren, ist der Druck groß. Lohnen sich die neuen Folgen?
Mit Skandalszene und Weltrekord: „House of the Dragon“ Staffel 3 startet furios
HBO

Nach dem großen Erfolg des Spin-offs „A Knight of the Seven Kingdoms“ geht es nun erneut nach Westeros, in die düstere Welt von „Game of Thrones“. Denn „House of the Dragon“ ist nach zwei Jahren Wartezeit in seine dritte Staffel gestartet, die es den Kritiken zufolge in sich hat. Tatsächlich erhält sie bisher die besten Wertungen der Serie und kommt etwa bei Rotten Tomatoes auf einen Wert von starken 95 Prozent.

Für das Publikum steht bislang lediglich die erste Folge der neuen Staffel zur Verfügung; die Episode ist seit der Nacht von Sonntag auf Montag online. Ursprünglich war sie als Staffelfinale für die zweite Staffel von „House of the Dragon“ geplant. Entsprechend episch ist sie inszeniert – und das zahlt sich aus.

„Game of Thrones“-Spin-off geht weiter

Schaut man etwa auf die Bewertungen der einzelnen Episoden über alle Staffeln hinweg bei IMDb, dann steht die erste Folge von „House of the Dragon“ aktuell (Stand: 22. Juni) auf Platz 1, zusammen mit der vierten Episode aus Staffel 2. Was beide Folgen gemeinsam haben: Eindrucksvolle Kampfsequenzen und vor allem jede Menge Drachen. Achtung, ab hier folgen Spoiler zur weiteren Handlung!

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Die neue dritte Staffel von „House of the Dragon“ startet mit der langerwarteten Schlacht in der Gurgel. In dieser trifft die Flotte des für die „Schwarzen“ um Rhaenyra Targaryen (Emma D'Arcy) kämpfenden Lord Corlys (Steve Toussaint) auf die sogenannte Triarchie, eine mächtige Allianz, die aufgrund großer Zugeständnisse den „Grünen“ und somit Aegon II. (Tom Glynn-Carney) die Treue hält.

Harry Collett in „House of the Dragon“ Staffel 3
HBO

Die neue „House of the Dragon“-Folge stellt einen Weltrekord auf

Die Episode wurde vorab als „die wahnsinnigste Folge, die je fürs Fernsehen gedreht wurde“ angepriesen, was vor allem an einem Rekord liegen dürfte, den sie aufgestellt hat. Denn innerhalb eines einzigen Takes wurden 23 Stunt-Leute in Brand gesteckt. Insgesamt sollen allein für die Inszenierung der Schlacht drei Millionen Liter Wasser, 200 Tonnen Stahl und 25 Tonnen Propangas zum Einsatz gekommen sein.

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Die Drachen-Action stößt mit Blick auf die Bewertungen auf große Gegenliebe. Und es gibt noch einen Schocker in der ersten Folge der neuen „House of the Dragon“-Staffel: Ein Kuss zwischen Alicent (Olivia Cooke) und Aemond (Ewan Mitchell), ihrem Sohn. Inzest ist in der Welt von „Game of Thrones“ keine Seltenheit; Rhaenyra und ihr Onkel Daemon (Matt Smith), mit dem sie verheiratet ist, sind dafür ein weiteres Beispiel.

Kritiken zu „House of the Dragon“ Staffel 3 sind bislang ausgesprochen positiv

Trotzdem hat es der – von Alicents Seite nicht ganz freiwillige – Kuss geschafft, eine neue Debatte anzustoßen. Einige Zuschauerinnen und Zuschauer kommentieren diesbezüglich, dass sie sich an beste „Game of Thrones“-Zeiten erinnert fühlen. „Das Ausmaß der Drachenkämpfe ist atemberaubend, die schauspielerischen Leistungen sind erstklassig und die dramatische Spannung ist auf die höchste Stufe gedreht. Eine klare 10/10, die einen neuen Maßstab für Fantasy-Fernsehen setzt“, kommentiert ein Zuschauer.

Die meisten Fans stört es nicht einmal, dass es im Vergleich zur Vorlage eine wesentliche Änderung gegeben hat. Die Figur Nessel, die in den Büchern an der Schlacht teilnimmt, wurde in der HBO-Serie komplett gestrichen. Stattdessen führt das unbedachte Eingreifen von Rhaena (Phoebe Campbell) zu den tragischen Entwicklungen, die den Thronfolger Jacaerys (Harry Collett) am Ende das Leben kosten.

In jedem Fall gefällt vielen der Auftakt zur neuen Staffel ausgesprochen gut. Negative Stimmen beziehen sich vor allem auf das etwas überhastete Erzähltempo und darauf, dass vor allem auf altbekannte Erfolgsrezepte zurückgegriffen wird. Die professionellen Kritikerinnen und Kritiker, die zudem bereits weitere drei Folgen sehen konnten, sind darüber hinaus überwiegend positiv gestimmt.