Horrorfilm bricht überraschend Rekorde und wird zum Internet-Phänomen

Ein 20-jähriger YouTuber, ein Budget von 10 Millionen Dollar und ein Einspielergebnis von über 200 Millionen: Ausgerechnet ein Horrorfilm wird gerade zum absoluten Phänomen.
Horrorfilm bricht überraschend Rekorde und wird zum Internet-Phänomen
picture alliance

Horror erfreut sich als Genre schon seit Jahrhunderten einiger Beliebtheit. Gründe dafür sind unter anderem der „Angstlust“-Effekt oder auch die Möglichkeit, sich in einem sicheren Rahmen einen Adrenalinkick zu verschaffen. Dass Horrorfilme einen Hype auslösen können, ist deshalb nichts Neues. Wie groß dieser aktuell um den Titel „Backrooms“ ist, ist aber dennoch überraschend.

„Backrooms“ bricht Rekorde

Der Erfolg eines Films wird an seinem Einspielergebnis gemessen. Zwar kann später etwa eine Streaming-Auswertung die Zahlen noch nach oben treiben. Der erste große Meilenstein ist allerdings die Kinokasse. Und diesbezüglich überzeugt „Backrooms“ aktuell auf ganzer Linie.

Ziel von Kinofilmen ist es stets, mindestens ihre Produktionskosten wieder einzuspielen und diese dann möglichst weit zu übertreffen. Der Horrorfilm „Backrooms“ hat tatsächlich nur zehn Millionen Dollar gekostet. Das ist zwar immer noch eine stolze Summe. Vergleicht man das Budget allerdings mit dem anderer aktueller Kinofilme, dann besteht eine riesige Lücke.

Anzeige

„The Mandalorian & Grogu“ hat beispielsweise 165 Millionen Dollar gekostet. Der Film rentiert sich zwar bereits, tut sich aber an den Kinokassen eher schwer. Anders sieht das bei der A24-Produktion „Backrooms“ aus. Innerhalb von nur sechs Tagen hat der Horrorfilm bereits die 100-Millionen-Marke geknackt – und damit sein eigenes Budget bereits um ein Zehnfaches überboten.

Szene aus dem Horrorfilm „Backrooms“, in der ein Mann einen gelben Gang hinuntergeht
picture alliance

Neuer Horrorfilm überzeugt nicht nur an den Kinokassen

Inzwischen steht der Film sogar laut „Deadlinebei 212 Millionen Dollar. Für das Produktionsstudio A24 ist das tatsächlich ein neuer Rekord. Zuvor hatte „Marty Supreme“ diesen Titel inne. Das Sport-Drama lief erst zu Beginn des Jahres in den Kinos und war mit Superstar Timothée Chalamet prominent besetzt.

Anzeige

Der Erfolg von „Backrooms“ ist auch deshalb so bemerkenswert, weil hinter dem Projekt keine großen Namen der Branche stecken. Stattdessen handelt es sich um das Spielfilmdebüt des 20-jährigen YouTubers Kane Parsons. Der Film basiert auf Parsons' gleichnamiger bekannter Webserie, die seit 2022 bei YouTube läuft.

Neben den phänomenalen Einspielergebnissen sind auch die Kritiken ausgesprochen positiv. So steht „Backrooms“ auf IMDB bei sehr guten 7,1 Sternen. Auf Rotten Tomatoes sind wiederum 88 Prozent der Kritiken positiv – keine Selbstverständlichkeit bei einer so kleinen Horrorproduktion.

Darum geht es in dem Horrorfilm „Backrooms“

Clark (Chiwetel Ejiofor) ist geschieden und von seinem Leben und seinem Job in einem Möbelhaus, in dem er seit der Scheidung auch lebt, frustriert. Eines Tages entdeckt er dort jedoch plötzlich, dass er durch eine Wand in eine düstere Parallelwelt gelangen kann, die aus labyrinthartigen Räumen besteht.

Zunächst berichtet er seiner Psychiaterin Dr. Mary Kline (Renate Reinsve) von den Erlebnissen. Als diese ihm jedoch nicht glaubt, begibt er sich mit einigen Angestellten und einer Videokamera in die gespenstischen Räume, um Beweise zu sammeln, und verschwindet schließlich spurlos. Kline begibt sich daraufhin auf die Suche nach ihrem Klienten.

In Deutschland ist „Backrooms“ im Übrigen noch nicht einmal angelaufen. Hierzulande soll der Horrorfilm dann planmäßig am 18. Juni in die Kinos kommen.