Mit der Drama-Serie „Off Campus“ hat Amazon den vielleicht größten Serien-Hit des Jahres gelandet. Obwohl die Serie bereits am 13. Mai gestartet ist, stand sie bis jetzt an der Spitze der Charts. Jetzt gab es allerdings endlich einen Wechsel auf Platz 1. Dort thront jetzt nämlich die Serie „Elle“, benannt nach ihrer Protagonistin, Elle Woods.
Bei diesem Namen sollten Film-Fans die Ohren klingeln. Dabei handelt es sich nämlich um die wahrscheinlich ikonischste Rolle von Reese Witherspoon aus „Natürlich blond“. Dort spielt die spätere Oscar-Preisträgerin eine junge, ehrgeizige Studentin, die durch die Rache an ihrem Ex ihr Talent für Jura entdeckt. Amazon hat den Kultfilm beziehungsweise die Reihe als Prequel neu aufgelegt.
Darum geht es in der Serie „Elle“ bei Amazon Prime Video
In „Natürlich blond“ sehen wir Elle Woods als stilsichere Harvard-Studentin, im Nachfolger ist sie dann Anwältin. Die Serie stellt nun aber die Frage, wie die ikonische Figur so wurde, wie sie ist. In „Elle“ ist die Titelheldin erst 16 Jahre alt (gespielt von Lexi Minetree) und lebt ein glamouröses Leben bei ihren Eltern in Beverly Hills.
Dann muss die Familie jedoch nach Seattle ziehen, was für die Teenagerin ein echter Kulturschock und eine Herausforderung ist. Denn vor Ort wird sie direkt als Blondinen-Klischee abgestempelt und muss sich ihren Platz hart erkämpfen. Als dann ein Verbrechen an ihrer Schule geschieht, meldet sich Elles Gerechtigkeitssinn.

Die neue Elle kommt bei vielen Zuschauern gut an
Die „Elle“-Serie findet direkt zum Start bei Amazon Prime Video zahlreiche Fans. So kommt sie bei IMDb auf eine Wertung von 6,7 – das ist sogar besser als der Kultfilm aus dem Jahr 2001, der aktuell (Stand: 3. Juli) bei einer 6,5 steht. Das Publikum zeigt sich dabei deutlich begeisterter als die Fachkritiken: Bei Rotten Tomatoes stehen hier 54 Prozent den deutlich besseren 78 Prozent gegenüber.
Besonderes Lob gibt es dabei für Hauptdarstellerin Lexi Minetree, die vielfach als „perfekte Besetzung“ bezeichnet wird. Auch die Darstellung der Nebenfiguren gefällt den meisten und viele schwelgen darüber hinaus in nostalgischen Erinnerungen an die frühen 2000er-Jahre.
Allerdings wird immer wieder bemängelt, dass es der Amazon-Serie ein wenig an Ideen fehle. Stattdessen würden vor allem viele Aspekte des Originals aufgegriffen, was es eher zu einer Art Reboot in neuem Gewand mache, als wirklich etwas Neues und Eigenes zu schaffen. Dennoch beschreiben viele, dass sie sich dem Charme der Serie nicht entziehen können. Denn wie schon Elle Woods wusste: „Es ist unmöglich, Rayon mit niedriger Viskosität mit Halbschlaufenstich zu nähen, es zieht den Stoff zusammen.“

