Die Schauspielerin Charlize Theron hat kürzlich offen über die schwerste Zeit ihres Lebens gesprochen. Als sie gerade einmal 15 Jahre alt war, erschoss ihre Mutter Gerda ihren alkoholkranken Vater. Theron hatte bereits erklärt, dass ihr Vater gewalttätig gewesen ist und ihre Mutter im Jahr 1991 in Notwehr handelte.
In einem Interview mit der New York Times hat sie ihre Jugend und den Moment, in dem ihr Vater starb, kürzlich detailliert offenbart. „Ich habe frühe Erinnerungen daran, schwer betrunkene Menschen zu sehen, und das machte mir Angst. Leute, die betrunken auf dem Boden herumkrochen“, berichtet die Schauspielerin.

Es war Notwehr: Charlize Theron offenbart Details über den Tod ihres Vaters
Schon viele Jahre sei es in ihrem Zuhause unerträglich gewesen. Charlize Theron berichtet, dass ihr Vater sich eine eigene Bar im Haus einrichtete. „Es wurde zu dem Ort, an dem er lebte“, heißt es weiter. Deshalb kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen ihren Eltern, bis die Situation schließlich eskalierte. Charlize gegenüber wurde ihr Vater allerdings nicht gewalttätig. Er belastete sie jedoch mit Drohungen und Wutausbrüchen schwer. In der Nacht, in der er starb, kam es nach einem Kinobesuch von Charlize und ihrer Mutter zu einem heftigen Streit. Als die beiden an dem Haus ihres Onkels anhielten, hatte er sich gemeinsam mit dem Vater betrunken.
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Nach einem Wutanfall fuhr Charlize gemeinsam mit ihrer Mutter nach Hause. Ihr Vater habe sich daraufhin mit mehreren Schüssen Zutritt zum Haus verschafft. „Wir wussten, dass es ernst war, und als er das erste Tor aufgebrochen hatte, lief meine Mutter zum Safe, um ihre Waffe zu holen. Sie kam in mein Schlafzimmer. Wir beide hielten die Tür mit unseren Körpern zu, weil es kein Schloss gab. Und er trat zurück und begann, durch die Tür zu schießen“, erklärt Charlize Theron. „Die Botschaft war ganz klar: ‚Ich werde dich heute Nacht töten‘“, erinnert sich die Oscar-Preisträgerin weiter.
„Sie hat mein Leben gerettet“: So geht es Charlize Theron heute
Doch Gerda reagierte sofort. „Meine Mutter folgte meinem Vater, der gerade den Tresor öffnete, um weitere Waffen herauszuholen, und erschoss ihn.“ Heute sagt Theron, dass sie ihrer Mutter dankbar ist, da sie „ihr Leben gerettet“ habe. Sie spricht heute so offen darüber, um darauf aufmerksam zu machen, wie oft es in Familien zu Gewalt kommt. „Ich denke, diese Dinge sollten angesprochen werden, weil es andere dann nicht alleine fühlen lässt.“ Allein im Jahr 2024 wurden über 265.000 Opfer häuslicher Gewalt in Deutschland polizeilich erfasst. 70 Prozent der Betroffenen waren Frauen. Theron sagt, dass sie mittlerweile mit ihrer Vergangenheit abschließen konnte und heute nicht mehr von ihren Erlebnissen „verfolgt“ werde.

