Linke-Chefin Schwerdtner macht Enteignungen in Berlin zur Koalitionsbedingung – SPD reagiert

Der Kampf um bezahlbaren Wohnraum in Berlin spitzt sich zu:.Linke-Chefin Ines Schwerdtner macht die Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen zur Bedingung für künftige Koalitionsverhandlungen. Doch die SPD stellt sich quer.
Linke-Chefin Schwerdtner macht Enteignungen in Berlin zur Koalitionsbedingung – SPD reagiert
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Die Berliner Linke kämpft für faire Mietpreise. Chefin Ines Schwerdtner verkündete kürzlich, dass die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen als Koalitionsbedingung gilt. „Das ist für uns ganz klar: Es wird mit der Berliner Linken in der Regierung vergesellschaftet werden“, erklärte die Politikerin gegenüber dem „Stern“.

Für die Partei werden diese Enteignungspläne nicht infrage gestellt. „Das kann ich Ihnen sehr sicher sagen“, erklärte Schwerdtner weiter. Die Linke in Berlin stellte die Vergesellschaftung gegen Entschädigung offiziell in ihrem Wahlprogramm vor. Am 20. September wird die Wahl zum 20. Abgeordnetenhaus von Berlin stattfinden. Schwerdtner sprach bereits über eine potenzielle Koalition, erntete allerdings Gegenwind.

Linke-Chefin Ines Schwerdtner im Bundestag
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„Es wird vergesellschaftet werden“: So reagiert die SPD auf die Forderungen der Linken

„Wir müssen einen Teil der Wohnungen wieder der Marktlogik entziehen, um den Mietpreis wirklich langfristig zu senken oder zumindest stabil zu halten“, heißt es weiter. Steffen Krach, Berliner Spitzenkandidat der SPD, erklärte daraufhin, dass seine Partei nicht dieselben Ziele verfolgt wie die Linke. „Ich werde in keine Koalition eintreten, die Enteignung zur Voraussetzung macht“, betonte Krach. „Wenn sie die Enteignung zur Pflicht der nächsten Regierung macht, stellt sich mir die Frage, mit wem die Linke das umsetzen will“, sagte er daraufhin.

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Doch die SPD hat sich ebenfalls Gedanken über die hohen Mietpreise gemacht. Allerdings wollen die Sozialdemokraten dem Problem nicht mit Enteignungen entgegenwirken. Stattdessen gebe es bessere Optionen, wie das bereits eingeführte Mietenkataster. Krach sei überrascht, dass Schwerdtner „Vorgaben für mögliche Koalitionen“ diktieren wolle. In den Umfragen liegen die Linken in Berlin allerdings weit vorn. Mit 21 Prozent haben sie es auf dem Portal Civey beispielsweise auf den ersten Rang geschafft. Gefolgt von der CDU mit 19 Prozent und der AfD mit 18 Prozent. Dennoch lässt sich das endgültige Wahlergebnis aktuell nicht prognostizieren.

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