„Gibt es bei Friedrich Merz nicht“: Annalena Baerbock wehrt sich gegen Frauenhass

Während ihrer Zeit in den USA blickt Annalena Baerbock kritisch auf die Debattenkultur in Deutschland zurück. Dabei gewährt sie persönliche Einblicke in den Umgang mit Hass und Diskriminierung.
„Gibt es bei Friedrich Merz nicht“: Annalena Baerbock wehrt sich gegen Frauenhass
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Annalena Baerbock zog es nach ihrer Tätigkeit als Außenministerin in die USA. Seit September 2025 leitet sie die UN-Generalversammlung in New York. Doch sie blieb trotzdem ein zentrales Gesprächsthema in Deutschland. Insbesondere ihre Auftritte in den sozialen Medien entfachten von Zeit zu Zeit eine Diskussion. Kürzlich sprach die Politikerin über Momente, in denen sie sich beinahe zurückgezogen hätte.

„Es gab Momente, in denen ich dachte: Wie lange kann ich das vor allem meinen Kindern noch zumuten?“, erklärte die 45-Jährige in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“. Neben dem politischen Druck kämpfte Baerbock auch mehrfach mit Hass gegen Frauen im Netz. In der „furchtbarsten Phase“ haben ihr andere Frauen geraten, standhaft zu bleiben und das Handy für eine Weile wegzulegen.

Annalena Baerbock hält eine Rede
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Die frühere Außenministerin Annalena Baerbock will anderen Frauen Mut machen

Heute sagt Annalena Baerbock, dass Angriffe auf Frauen, ob in den sozialen Medien oder im realen Leben, immer noch ein großes Problem seien. „Bei Frauen jedoch kommt, egal ob Sport oder Spitzenpolitik, je sichtbarer man wird, immer noch eine zusätzliche Angriffslinie dazu. Dann ist plötzlich die Stimme zu hoch oder die High Heels“, sagt die ehemalige Außenministerin. Auf Instagram, Facebook und Co. kämen außerdem noch Beleidigungen hinzu. „Solche Kommentare gibt’s bei Robert Habeck oder Friedrich Merz einfach nicht“, heißt es weiter.

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Doch im Endeffekt haben diese Angriffe Baerbock nur noch mehr motiviert. „Gerade wenn man sich bewusst macht, dass es das Ziel von solchen Schmähkampagnen ist – gerade auch anderen, vor allem jungen Frauen zu signalisieren: Wagt es gar nicht –, hat es bei mir zu immer mehr innerer Freiheit geführt“, berichtet die zweifache Mutter. Im September geht ihr Job bei der UN-Generalversammlung zu Ende. Noch ist unklar, ob Baerbock in den USA bleiben möchte. Zuvor lebte sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Töchtern in Potsdam. Vor zwei Jahren kam es dann aber schließlich zur Trennung von Daniel Holefleisch.

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