Eine von Nina Warken geplante Reform soll das Gesundheitssystem in Deutschland entlasten. Unter anderem sollen sich auch die Regeln der Notfallversorgung ändern. Somit werden künftig Patienten in lebensbedrohlichen Zuständen schneller Hilfe erhalten.
Doch es wird auch Fälle geben, die nicht mehr sofort in Notaufnahmen behandelt werden. Patienten mit weniger dringenden Anliegen sollen verstärkt telemedizinisch oder auch regulär versorgt werden. „Mit dem heutigen Beschluss schaffen wir die Grundlage für eine vernetzte, digitale und standardisierte Notfallversorgung“, erklärte Nina Warken in einem Statement. „Die Reform ist deshalb ein weiterer Baustein, um Hilfesuchende besser durch das Gesundheitssystem zu der jeweiligen Versorgungsebene zu steuern, die am besten helfen kann“, heißt es weiter.

Gesundheitsreform geplant: Was sich künftig in Notaufnahmen ändern soll
Denn einige Fälle müssten nicht im Krankenhaus behandelt werden. Deshalb soll es künftig spezifischere Anlaufstellen in Krankenhäusern sowie eine bundesweite telefonische Erreichbarkeit geben. Statt einer überfüllten Notaufnahme strebt die Bundesregierung „integrierte Notfallzentren“ an. Von dort aus sollen Patienten dann beispielsweise in eine Notdienstpraxis weitergeleitet werden. So müsste man nicht mehr so viele Betroffene stationär aufnehmen. Als Unterstützung soll die bereits bekannte Nummer der Kassenärzte 116 117 dienen.
Mehr dazu: Geplante Krankenkassenreform - Für wen es teurer wird
Schon jetzt können Patienten dort anrufen und um eine erste Einschätzung bitten. Dieser Service soll verbessert werden. Unter anderem ist ein Datenaustausch mit der Notrufstelle 112 geplant. Die Kassenärzte sind von den Plänen allerdings noch nicht überzeugt. Es würde an personellen Ressourcen fehlen und „das Leistungsversprechen“ werde „in unzumutbarer Art und Weise“ aufgebläht. Nina Warken betonte, dass man sich auf eine flächendeckende Notfallversorgung verlassen können muss. Gleichzeitig möchte die Regierung durch alle Maßnahmen bis zu zwei Milliarden Euro einsparen. Noch wurde die Gesundheitsreform allerdings nicht final bestätigt oder verabschiedet.

