Beim NATO-Gipfel in Ankara machte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Regierungschefs der verschiedenen Länder ein besonderes Geschenk. Er überreichte den Anwesenden ein Holzkästchen mit einem Inhalt, der für Verblüffung sorgte.
In den Kästchen befanden sich nagelneue Revolver samt Munition. Auch der Bundeskanzler Friedrich Merz erhielt einen Sarsilmaz SR 38. „Der Kanzler freut sich über alle Geschenke als Wertschätzung. Alle Geschenke werden respektiert“, heißt es aus Regierungskreisen. Schließlich handelte es sich nicht einfach um irgendeinen Revolver. Erdogan ließ die Namen der jeweiligen Staatschefs in den Lauf gravieren.

Ein Revolver für Friedrich Merz: Erdogan machte Länderchefs ein besonderes Geschenk
Doch was passiert nun mit dem kuriosen Präsent? Der Kanzler dürfte einen Revolver nur mit Waffenbesitzkarte verwahren. Zur Nutzung ist natürlich ein Waffenschein nötig. Schon der Transport im Regierungsflieger ist eigentlich illegal. Deshalb hält Friedrich Merz sein Geschenk mittlerweile auch gar nicht mehr selbst in den Händen. Es musste in der Türkei bleiben und wurde der Deutschen Botschaft übergeben. Anschließend muss die Waffe unter strengen Sicherheitsbedingungen gesondert nach Berlin eingeflogen werden.
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Doch selbst wenn sich der Kanzler im Eiltempo eine Waffenbesitzkarte zulegen würde, dürfte er den Revolver nicht behalten. Alle Geschenke, die mehr Wert sind als 150 Euro gehören dem Staat und wandern in die Geschenksammlung des Bundeskanzleramtes. Zuvor muss die Waffe jedoch unbrauchbar gemacht werden. Sie wird sich zu anderen „gefährlichen“ Gegenständen gesellen, denn schon Angela Merkel erhielt Säbel, Dolche und Schwerter, die sicher im Kanzleramt verwahrt werden.

