Der CDU-Politiker Bernd Prange spendete kürzlich 10.000 Euro an die AfD. In einem Statement erklärte er, dass er mit dieser Handlung auf Fehler seiner Partei aufmerksam machen wolle. Nun droht dem Kommunalpolitiker aus Sachsen-Anhalt der Parteiausschluss.
„Ich finde die Ansätze, die er hat, falsch. Definitiv“, erklärte daraufhin Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze. In einem offenen Brief hatte Prange geschrieben, dass er sich bei der Wahl in Sachsen-Anhalt ein so starkes Ergebnis für die AfD wünschen würde, dass die Partei allein regieren kann. Er unterstützt die Alternative für Deutschland, weil er möchte, dass die CDU seinen Worten zufolge „endlich aufwacht“.

10.000 Euro für die AfD: CDU-Politiker Bernd Prange steht vor Parteiausschluss
Bernd Prange warf seiner Partei außerdem vor, sie habe einen „Linkskurs“ eingeschlagen und forderte die Ablösung des Bundeskanzlers Friedrich Merz. Durch seine Worte und die Spende hoffte er auf eine Reaktion seiner Kollegen. Doch die fiel anders aus als erwartet. „Wir nehmen die Berichterstattung um eine mögliche Spende eines CDU-Mitglieds aus dem CDU-Kreisverband Stendal sehr ernst“, erklärte CDU-Generalsekretär Mario Karschunke. Er drohte Prange daraufhin mit dem Parteiausschlussverfahren
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„Niederträchtig“: Protestaktion führt zu heftiger Kritik
Prange selbst sagte nun jedoch, dass er sogar rausgeschmissen werden möchte. Die CDU sei nicht mehrseine „Heimat und Zukunft“. Allerdings will er keine weiteren Details bis zur Wahl in Sachsen-Anhalt am 6. September nennen. Karschunke betonte derweil, dass das Ausschlussverfahren vor dem zuständigen Gremium thematisiert werden soll, wenn sich der Spendenvorgang bewahrheitet. CDU-Politiker Ulrich Thomas äußerte sich ebenfalls zu Prange und betonte, dass eine solche Aktion vor der Landtagswahl „niederträchtig“ sei. Es handle sich dem SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese zufolge nicht einfach nur um einen „lokalen Zwischenfall“. Ein Sprecher des AfD-Landesverbandes hat die Zahlung mittlerweile bestätigt.

