Angela Merkel befindet sich mittlerweile im Ruhestand. Die ehemalige Kanzlerin stellte kürzlich ihre Autobiografie vor und zeigt sich regelmäßig bei Events wie den Bayreuther Festspielen. Doch das bedeutet nicht, dass sich die Politikerin nicht mehr für die aktuellen Ereignisse in der Bundesrepublik interessiert.
Bei einer Veranstaltung in Berlin äußerte sich die 72-Jährige kürzlich zu der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Im Rahmen dessen rief sie zum Kampf für die Demokratie auf. „Ich glaube, wir müssen jetzt mal wieder, was wir viele Jahrzehnte nicht mussten, richtig für diese Demokratie kämpfen und uns einfach einsetzen und auch ein bisschen mutig sein und unser Wort stehen und sagen, das ist eine tolle Art zu leben“, erklärte Merkel.

Ex-Kanzlerin Angela Merkel äußert sich zur Wahl in Sachsen-Anhalt
Es folgte eine Äußerung zur AfD, die aktuell in Sachsen-Anhalt besonders viel Zuspruch erhält. Doch auch in anderen Bundesländern hat die Alternative für Deutschland in den Umfragen deutlich zugelegt. „Sie ist ein gesamtdeutsches Phänomen geworden“, sagt Merkel. Der Partei sei es gelungen, „unsere Gespräche von morgens bis abends zu bestimmen“. Eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF zeigte am 28. August, dass 40 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer die AfD in Sachsen-Anhalt wählen würden. 23 Prozent stimmten für die CDU, 13 Prozent für die Linke, 9 Prozent für die SPD, 6 Prozent für die Grünen und 3 Prozent für die FDP.
Mehr dazu: Angela Merkel Pension und Vermögen - So reich ist die ehemalige Bundeskanzlerin
Die Landtagswahl wird am 6. September stattfinden. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich zu den aktuellen Entwicklungen. Sollte die AfD bei der Wahl siegen, „wird dieses Bundesland erhebliche Probleme bekommen“, prognostizierte Merz. Er sprach dabei insbesondere internationale Investoren und die lokale Wirtschaft an. Es sei zwar die Entscheidung der Wähler, doch Merz wolle versuchen, eine AfD-geführte Landesregierung zu verhindern. Im Interview mit der ARD sagte der Politiker, dass noch 20 Prozent der Wähler unentschlossen seien und er selbst in den kommenden Tagen nach Sachsen-Anhalt reisen werde.

