Der Weltuntergang wird seit vielen Jahren von Wissenschaftlern diskutiert. Wird der Klimawandel schuld sein, oder vielleicht doch der dritte Weltkrieg? Am Ende sind sich die Forscher uneins, denn es gibt zahlreiche Gründe, die zum Aussterben der Menschheit führen könnten.
Der Astrophysiker Brandon Carter versuchte ebenfalls zu verstehen, wie sich das Leben auf der Erde entwickeln wird und ob die Menschen irgendwann aussterben. Er veröffentlichte in den 1980er-Jahren das sogenannte Weltuntergangsargument, auch „Carter-Katastrophe“ genannt. Dabei handelt es sich um eine mathematisch-statistische Wahrscheinlichkeitstheorie, die zeigen soll, wie viele Menschen insgesamt überhaupt noch geboren werden, bevor die Menschheit endgültig ausstirbt.

Steht der Weltuntergang bevor? Das sagt die Wissenschaft zum Ende der Menschheit
Brandon Carter ging von einem Zeitstrahl aus und nutzte Statistiken, um zu berechnen, wie lange die Menschheit noch existieren wird. Als Grundlage diente die sogenannte Bayes-Formel. Durch historische Daten wird deutlich, dass in der Vergangenheit wesentlich weniger Menschen lebten und die Bevölkerung stetig wächst. Mittlerweile leben weltweit 8,4 Milliarden Menschen. Im Rahmen seiner Theorie ging Brandon Carter davon aus, dass sich die Menschen, die aktuell leben, in der Mitte der Menschheitsgeschichte befinden und dass danach nicht mehr unendlich viele Generationen folgen werden.
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Der Wissenschaftler war der Meinung, dass es ein sehr großer Zufall wäre, wenn die aktuelle Bevölkerung zu den ersten Menschen der Geschichte gehören würde. Die Kombination aus Carters Idee und der Bayes-Formel wurde später von anderen Experten genutzt und mit aktuelleren Daten gefüttert. Dazu zählen der Philosoph John Leslie und der Physiker J. Richard Gott. Die Berechnungen ergaben, dass die Menschen voraussichtlich noch 17.100 Jahre existieren werden, bis sie aussterben. Allerdings gilt die Theorie als umstritten. Schließlich werden sich auch die Wissenschaftler damit abfinden müssen, nicht in die Zukunft blicken zu können.
