Dritter Weltkrieg? Nur zwei Länder würden laut Expertin "überleben"

Droht ein Dritter Weltkrieg? Expertin Annie Jacobsen erklärt, warum nur zwei Länder einen nuklearen Winter überstehen könnten und was mit der Erde passieren würde.
Dritter Weltkrieg? Nur zwei Länder würden laut Expertin "überleben"
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Nach der Eskalation im Nahen Osten ist die Diskussion um einen Dritten Weltkrieg erneut entfacht worden. Experten warnen immer wieder vor den Gefahren durch die politischen Auseinandersetzungen und akuten Krisen im Jahr 2026, zu denen auch der Krieg in der Ukraine gehört.

Der Historiker Moritz Pöllath brachte außerdem eine Eskalation in Taiwan ins Spiel. „Es ist die größte Bedrohung für den Weltfrieden, weil die Großmächte über Taiwan in einen direkten Konflikt geraten würden“, erklärte Pöllath in einem Interview mit der Solothurner Zeitung. Auch Annie Jacobsen, amerikanische Investigativjournalistin und Autorin von "Nuclear War: A Scenario", hat kürzlich in einem Podcast vor einem möglichen Dritten Weltkrieg und den Folgen für die Menschheit gewarnt.

Brennende Häuser im Krieg
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Annie Jacobsen erklärt: Diese beiden Länder würden einen nuklearen Winter am ehesten überstehen

Die größte Sorge bezieht sich auf einen potenziellen Einsatz von Atomwaffen. „Hunderte Millionen Menschen würden sterben, daran besteht kein Zweifel“, sagte sie im Podcast „The Diary Of a CEO“. Doch Menschen, die einen Angriff mit Atomwaffen überleben würden, hätten es sogar noch viel schwerer. Denn was folgen würde, ist ein sogenannter „nuklearer Winter“. „Orte wie Iowa und die Ukraine würden zehn Jahre lang nur aus Schnee bestehen, und die Landwirtschaft würde zusammenbrechen. Wenn die Landwirtschaft zusammenbricht, sterben die Menschen“, sagt Jacobsen.

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Mehr dazu: Studie erklärt - So kann man eine Atombombe überleben

Allerdings gibt es zwei Länder, in denen die Wahrscheinlichkeit, den nuklearen Winter zu überstehen, am höchsten sein soll. Dabei handelt es sich um Australien und Neuseeland. Jacobsen sagte, dass Forschungsergebnisse darauf hindeuten, dass es die „einzigen Orte wären, an denen die Landwirtschaft tatsächlich aufrechterhalten werden könnte“. In allen anderen Ländern der Welt wäre das Sonnenlicht tödlich, da die Ozonschicht zerstört wurde. „Man muss sich also vorstellen, dass die Menschen unter der Erde leben und um Nahrung kämpfen, überall außer in Neuseeland und Australien“, sagt die Expertin weiter.

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Dritter Weltkrieg: Was würde mit der Erde passieren?

Doch sie betonte auch, dass es beim Einsatz moderner Atomwaffen keinen wirklich „sicheren Ort“ auf der Welt mehr geben würde. „Nirgendwo ist man wirklich ‚sicher‘ vor radioaktivem Niederschlag und anderen Folgen wie der Verunreinigung von Nahrungsmitteln und Wasserversorgung sowie vor längerer Strahlenbelastung“, ordnete auch John Erath vom Center for Arms Control and Non-Proliferation das Szenario ein. Ob es jemals tatsächlich zu einem dritten Weltkrieg kommen wird, kann allerdings auch kein Experte sicher sagen.