Sorge vor Wasserknappheit: München ergreift Maßnahmen

Die sommerliche Hitze und ein Rekordverbrauch beim Wasser haben dazu geführt, dass erste Städte Maßnahmen ergreifen müssen. Insbesondere in München wächst die Sorge vor einer Knappheit.
Sorge vor Wasserknappheit: München ergreift Maßnahmen
Pelegija/Shutterstock

Die Hitzewellen haben dafür gesorgt, dass die Sorge vor einer drohenden Wasserknappheit in Deutschland größer geworden ist. Wochenlang hat es kaum geregnet und immer wieder herrschten Temperaturen von über 35 Grad. Deshalb hat die bayerische Landeshauptstadt München nun Maßnahmen ergriffen.

Wie ein Sprecher erklärte, sei der Wasserverbrauch in München kürzlich auf 360 Millionen Liter pro Tag gestiegen. Normalerweise liegt der Durchschnittswert bei 300 Millionen Litern. Gleichzeitig gab es allerdings einen eher trockenen Frühling und mehrere Hitzewellen seit Mai. Deshalb müssen sich die Einwohnerinnen und Einwohner nun zurückhalten und nach strengen Regeln richten.

Symbolbild Trinkwasser: Tropfender Wasserhahn
Bauwimauwi/Shutterstock

Wochenlange Hitze: München fürchtet Wasserknappheit

Die Münchner Allgemeinverfügung besagt, dass private Pools nicht mehr befüllt werden dürfen. Außerdem ist es verboten, Wasser aus Flüssen oder Seen abzupumpen. Der Rasensprenger muss ebenfalls außer Betrieb bleiben. Zwar kam es in der letzten Woche immer wieder zu Unwettern, doch der enorme Verbrauch der letzten Monate spielt eine entscheidende Rolle bei dem Beschluss und der Sorge vor einer Wasserknappheit. Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Schlimmstenfalls sind bis zu 50.000 Euro möglich.

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Neben der Großstadt sind auch umliegende Gebiete betroffen. Dazu zählen Aschheim, Garching, Neubiberg, Neuried, Oberschleißheim, Unterföhring und Unterhaching. Aber nicht nur in Bayern wird auf die Hitzewellen in Deutschland reagiert. Auch in Brandenburg, Sachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen kommt es zu ersten Einschränkungen beim Trinkwasserverbrauch. Teilweise kommen zeitliche Einschränkungen für Bewässerungssysteme oder Entnahmeverbote aus Oberflächengewässern zum Tragen. „Es kann lokal zur Austrocknung von Oberflächen-, Boden- und Grundwasser kommen”, warnte auch der Hydrologe Stefan Kollet vom Forschungszentrum Jülich. Allerdings scheint die Hitzewelle nun erst einmal überstanden zu sein. Die Maßnahmen haben bereits Wirkung gezeigt. Der Verbrauch sank in München kürzlich wieder auf 330 Millionen Liter pro Tag.

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