Das Unwort des Jahres 2025 steht fest. Nach langen Beratungen war sich die Jury schließlich einig, dass „Sondervermögen“ im vergangenen Jahr für besonders viel Ärger gesorgt hat. Denn die Jury erklärte, der Begriff würde seine wahre Bedeutung verschleiern.
Denn eigentlich steckte dahinter die Schuldenaufnahme, die im letzten Jahr Kritik und Auseinandersetzungen im Bundestag entfacht hat. Doch der Gebrauch des Wortes verdeckt der Jury zufolge, was eigentlich damit gemeint ist. Zudem habe sich der Ausdruck im Rahmen der öffentlichen Diskussion verselbstständigt.

"Sondervermögen" zum Unwort des Jahres 2025 gewählt
"Durch diese Diskrepanz tritt eine irreführende euphemistische Bedeutung des Wortes deutlich in den Vordergrund", erklären die Experten. Das Wort "Zustrombegrenzungsgesetz" landete derweil auf dem zweiten Platz. Der Ausdruck würde dazu führen, dass man ein "Herbeiströmen in großen Mengen" darunter verstehen würde. So käme es zu einer negativen und bedrohlichen Interpretation der Zuwanderung.
Jugendwort des Jahres: Diese Begriffe stehen 2025 zur Auswahl
Bis zum 31. Dezember 2025 konnten Bürgerinnen und Bürger Begriffe vorschlagen, die schließlich von der Jury bewertet wurden. Aus insgesamt 533 Vorschlägen wurde diesmal das Unwort des Jahres gewählt. 70 Ausdrücke kamen im die engere Auswahl, da sie den Kriterien der Jury entsprachen. Die Wörter, die vorgeschlagen werden, müssen entweder gegen die Demokratie oder die Menschenwürde verstoßen, oder aber als diskriminierend, verschleiernd und irreführend gelten. Im Jahr 2024 wurde „biodeutsch“ zum Unwort des Jahres gewählt.
