Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, sollte alle geltenden Regeln im Ausland kennen. Denn ein Strafzettel aus den europäischen Nachbarländern kann teure Konsequenzen nach sich ziehen. Experten empfehlen deshalb sogar, direkt vor Ort zu bezahlen. Denn wer sich nicht kümmert, muss auch nach der Reise noch mit Ärger rechnen.
Mittlerweile dürfen Bußgelder nämlich auch grenzüberschreitend geahndet werden. Wer also beispielsweise in Österreich zu stark auf das Gaspedal gedrückt hat, ist nach seiner Rückkehr vor dem Strafzettel nicht sicher. Wer beispielsweise in Luxemburg mit einem Handy am Steuer erwischt wird, muss mindestens 250 Euro Strafe zahlen. Rast man in den Niederlanden über die Straßen, fallen bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 Kilometern pro Stunde bereits 229 Euro an.

Strafzettel landen auch nach dem Urlaub noch im Briefkasten
Nur, weil man anschließend das Land wieder verlässt, ist man vor dem Bußgeldbescheid nicht sicher. Deshalb empfiehlt der ADAC die Strafe, wenn möglich, sofort zu begleichen und vorher zu prüfen. War man in Ländern wie Großbritannien unterwegs, werden die Bußgelder in Deutschland nicht vollstreckt. Die noch recht neue Regel gilt nur innerhalb der EU. Ein Bescheid kann sogar noch lange nach der Rückkehr im Briefkasten landen. Betroffene sollten den Strafzettel ernst nehmen.
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„Das heißt, wenn ich es nicht direkt an das Land zahle, kommt irgendwann die deutsche Justiz auf mich zu und sagt: Das Land hätte gerne sein Geld, bitte zahlen“, erklärte Florian Wagner vom ADAC Sachsen. Wenn das Bußgeld ignoriert wird, drohen spätestens bei der Wiedereinreise noch deutlich schlimmere Konsequenzen, zu denen sogar eine Haftstrafe und der Führerscheinentzug zählen. Insbesondere während der Sommersaison sollte man auf zusätzliche mobile Kontrollen und Regeln auf den Autobahnen achten.

