Der Iran-Konflikt macht sich bereits an den Tankstellen in Deutschland bemerkbar. Die Spritpreise sind über das Wochenende bereits ordentlich in die Höhe geschossen. Am Sonntag zahlten Autofahrer bereits 1,794 Euro pro Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt. Außerdem wurden durchschnittlich 1,759 Euro pro Liter Diesel fällig. Der Preis für ein Barrel Brent-Öl hatte am Montagmorgen bereits die Marke von 80 US-Dollar geknackt.
In einigen Städten und Regionen wie in Hannover wurde es für die Fahrer sogar noch teurer. In Kaiserslautern und Leverkusen zahlen Verbraucher am Montag am wenigsten. Es handelt sich um Höchstwerte, die man so schon lange nicht mehr an den Tankstellen gesehen hat. Zuletzt wurden im April und Mai 2024 ähnliche Werte erreicht. Die Experten vom ADAC erklärten, dass vorerst „keine Entspannung“ in Sicht sei. Doch was bedeutet das für die Verbraucher?

Der Iran-Konflikt treibt die Spritpreise in die Höhe: So teuer ist Tanken in Deutschland
Der Iran blockiert aktuell eine wichtigsten Handelsrouten für Öltanker. Dabei handelt es sich um die Straße von Hormus. Momentan ist noch nicht absehbar, wie lange die Eskalation im Nahen Osten andauern wird. Deshalb ist auch die Preisentwicklung für Diesel und Benzin nicht absehbar. "Ich befürchte, dass es heute an den Zapfsäulen noch weiter nach oben geht", erklärte Christian Laberer, Kraftstoffmarktexperte des ADAC. "Sollte der Ölpreis nicht bald wieder nachgeben, kann der Aufwärtstrend auch über die nächsten Tage anhalten", heißt es weiter.
Auch interessant: Ab 2026 - Autofahrer müssen sich auf 3 wichtige Änderungen einstellen
ADAC verrät: So geht günstig Tanken in Deutschland
- Zu welcher Uhrzeit sind Diesel und Benzin am günstigsten? Die Spritpreise sind zwischen 17 und 18 Uhr, zwischen 19 und 20 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr am niedrigsten.
- Wann sind die Spritpreise am höchsten? Die höchsten Preise zahlen Autofahrer zwischen 7 und 8 Uhr morgens.
- Wie kann man beim Tanken sparen? Man sollte Apps nutzen und die Preise an den Tankstellen vergleichen. Außerdem sollten Tankstellen an der Autobahn vermieden werden.
Doch die SPD kritisierte Tankstellenbetreiber bereits scharf für die Erhöhung der Spritpreise. "Was wir an vielen Tanksäulen in unserem Land erleben, ist schlicht und ergreifend Abzocke. Es ist inakzeptabel, wenn geopolitische Unsicherheiten als Vorwand für überzogene Margen genutzt werden“, erklärte Esra Limbacher, Sprecher der realpolitisch orientierten SPD-Seeheimer. Denn Benzin und Diesel, die aktuell noch angeboten wurden, haben die Betreiber zu günstigeren Konditionen eingekauft. Die SPD macht darauf aufmerksam, dass es nur aufgrund der erwarteten Preiserhöhung teurer wird. Doch Verbraucher können einige Tipps befolgen, um dennoch günstiger an ihren Sprit zu kommen.
