Sneakerwelle riss sie mit: Zwei Studentinnen sterben in Santa Cruz

Sie wollten einen entspannten Tag am Strand verbringen, doch für zwei Studentinnen endete der Ausflug in Santa Cruz tödlich. Eine sogenannte Sneakerwelle soll die Frauen im Schlaf überrascht haben. Das steckt hinter dem gefährlichen Phänomen.
Sneakerwelle riss sie mit: Zwei Studentinnen sterben in Santa Cruz
picture alliance

An der Küste von Santa Cruz sind kürzlich zwei Frauen gestorben. Die beiden Studentinnen Mahial und Harshita wurden von einer gefährlichen Welle mitgerissen. Die US-Behörden gaben erste Informationen heraus und erklärten, dass die beiden vermutlich eingeschlafen sind.

Harshita und Mahial sollen einen Tag am Strand verbracht und sich gesonnt haben. Plötzlich soll es zu einem gefährlichen Phänomen in der Bucht gekommen sein. In einem solchen Moment kommt das Wasser plötzlich und extrem schnell. Es fließt über den Brandungsbereich hinaus und zieht alles und jeden mit. „Beide lagen im sogenannten Schlüsselloch zwischen zwei Stränden. Dort trifft die Flut die Menschen völlig unerwartet, sie sind dann eingeschlossen“, erklärte der Feuerwehrhauptmann Kyle Breton.

Die Studentinnen Mahial und Harshita starben wegen einer Monsterwelle
Privat

Tragischer Unfall in Santa Cruz: Sneakerwelle riss Mahial und Harshita mit

Der Ozean ist dann völlig unberechenbar. Ein weltweit unterschätztes Naturphänomen soll neben den Strömungen die entscheidende Rolle gespielt haben. Die an der Küste häufig vorkommenden Monsterwellen werden auch „Sneakerwellen“ genannt. Sie rollen sehr weit an den Strand und werden durch ihren starken Sog und ihre Geschwindigkeit so gefährlich. Wenn die beiden Studentinnen geschlafen haben, bemerkten sie die Flut womöglich überhaupt nicht. Ein Augenzeuge wählte den Notruf, doch Harshita starb trotz Reanimationsversuchen. Ihre Freundin Mahial verstarb ebenfalls kurz darauf im Krankenhaus. In diesem Monat kam es schon mehrfach zu Rettungsaktionen.

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Ganze fünf Mal ist die Küstenwache ausgerückt. Mittlerweile wurde eine Warnung für bestimmte Küstenabschnitte herausgegeben. Aktuell besteht ein erhöhtes Risiko für starke Strömungen und Sneakerwellen. „Niemals dem Meer den Rücken zuwenden; nie dort entlang gehen, wo der Ozean den Sand bereits nass gemacht hat“, mahnt auch der Experte Börkur Hrólfsson, der als Guide in Island arbeitet. Im Süden Islands kommt es ebenfalls besonders häufig zu den besagten Sneakerwellen. Sie werden auch „Wellen aus dem Nichts“ genannt und reißen immer wieder Menschen in den Tod.

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