Rückruf bei Rossmann für Bio-Matcha wegen giftigen Pflanzenschutzmittels

Ein bei Rossmann verkaufter Bio-Matcha-Tee wird aktuell zurückgerufen. Grund dafür ist ein als reproduktionstoxisch eingestuftes Mittel, das in dem Produkt gefunden wurde.
Rückruf bei Rossmann für Bio-Matcha wegen giftigen Pflanzenschutzmittels
iStock / MarioGuti

Matcha ist aus der Lebensmittelbranche kaum noch wegzudenken und was als nischiger Trend anfing, hat sich fest auf dem deutschen Markt etabliert. Kaffee, Eis, Müsliriegel – überall gibt es inzwischen Produkte mit dem grünen Teepulver. Grund für die Beliebtheit sind nicht nur die schöne grüne Farbe und der Geschmack, sondern vor allem auch die gesundheitlichen Vorteile.

Nun ist allerdings ausgerechnet ein Bio-Matcha von einem Rückruf betroffen. Bei dem proaktiven Aufruf geht es um das Produkt des in Berlin ansässigen Herstellers TryMoin GmbH, das bei Rossmann verkauft wurde. Kundinnen und Kunden wird dringend vom Verzehr abgeraten.

Dieses Produkt ist von dem Rossmann-Rückruf betroffen

Wie bei einem solchen Rückruf üblich sollte man, wenn man ein entsprechendes Produkt erworben hat, zur Identifizierung zunächst auf das Mindesthaltbarkeitsdatum (kurz: MHD) und anschließend auch auf die Chargennummer achten. Beide Angaben findet man in der Regel auf der Unterseite des Produkts: Um folgendes Produkt geht es:

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  • Name: Try Moin Bio Matcha Pure
  • Verpackungseinheit: 30 Gramm
  • MHD: 23.02.2028
  • Chargennummer: M-P-002
  • EAN: 4262397271654
  • Hersteller / Inverkehrbringer: TryMoin GmbH, Kastanienallee 4, 10435 Berlin

Stand jetzt wurde das kontaminierte Produkt „lebensmittelwarnung.de“ zufolge in neun von 16 Bundesländern verkauft: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Tebuconazol in Matcha-Tee festgestellt

Wie das Unternehmen mitteilte, ist ein Pflanzenschutzmittel der Grund für den Rückruf, das bei einer Routinekontrolle festgestellt wurde. In dem Fungizid wurde Tebuconazol gefunden. Gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 wird das Mittel als reproduktionstoxisch der Kategorie 2 eingestuft und stellt entsprechend ein unmittelbares Risiko für die menschliche Gesundheit dar.

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Zudem steht es im Verdacht, kanzerogen und endokrin wirksam zu sein. Das bedeutet, dass es sowohl Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit haben als auch möglicherweise krebserregend sein kann. Kundinnen und Kunden, die einen von dem Rückruf betroffenen Matcha-Tee zu Hause haben, können das Produkt auch ohne Vorlage des Kassenbons bei Rossmann zurückgeben.