Nach fast 50 Jahren: Kultgetränk verschwindet endgültig aus dem Supermarkt

Nach fast 50 Jahren ist nun Schluss. Das Comeback von Punica ist offiziell gescheitert. Wer noch einmal den Geschmack der Kindheit erleben will, muss schnell sein – denn die Bestände sind begrenzt.
Nach fast 50 Jahren: Kultgetränk verschwindet endgültig aus dem Supermarkt
picture alliance

Nach fast 50 Jahren zieht der Getränkevermarkter Columbus Drinks nun endgültig die Reißleine. Die Kultmarke Punica wird somit für immer aus den Supermarktregalen verschwinden. Die bunten Fruchtgetränke wurden schon im Jahr 1977 auf den Markt gebracht. Produziert wurden die Produkte bis September 2022.

Anschließend folgte eine längere Pause, bis sich die Vermarkter im Jahr 2024 doch noch für ein Comeback entschieden. Das ist allerdings gescheitert, was nun zu der deutlichen Maßnahme geführt hat. Der US-amerikanische Markeninhaber Tropicana Brands Group hat sich kürzlich mit dem deutschen Getränkevermarkter Columbus Drinks darauf geeinigt, die Vertriebskooperation zum Jahreswechsel zu beenden.

Symbolbild Punica: Bunte Limonaden auf einem Tisch
Andrei Iakhniuk/Shutterstock

Comeback gescheitert: Columbus Drinks beendet den Vertrieb von Punica

Aktuell finden Kundinnen und Kunden noch Restbestände in den Regalen. Allerdings wird schon seit Monaten keine neue Ware mehr geliefert. Trotz des groß angekündigten Comebacks blieb der erhoffte Erfolg aus. Im Jahr 2025 wurden lediglich 350.000 Flaschen Punica verkauft. Während die Fruchtsäfte in den 80ern und 90ern auf Begeisterung stießen, scheint die Konkurrenz heute einfach zu groß zu sein. Damals lag der Absatz zeitweise bei 200 Millionen Litern pro Jahr. Eigentlich wurden für das Comeback im ersten Jahr fünf bis zehn Millionen verkaufte Flaschen angepeilt.

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Kunden können noch Restbestände kaufen

Da man diese Ziele jedoch weit verfehlte und an die Hochphase von vor 30 Jahren nicht mehr ansatzweise herankommen wird, ist nun das Aus besiegelt. „Der Endkunde hat durch sein Kaufverhalten dem Handel den Grad seines Interesses signalisiert und der Handel hat daraufhin entschieden“, erklärte Columbus-Chef Jörg Harder. Doch das liegt nicht nur am mangelnden Interesse, sondern auch an den gestiegenen Preisen. Die Marke Punica gehörte im Laufe der Jahre zu verschiedenen Konzernen. Dazu gehören unter anderem PepsiCo sowie Procter & Gamble. Wer jetzt noch einmal den Geschmack des Fruchtsafts genießen will, kann die Restbestände im Getränkemarkt finden.

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