Laser-Technologie enthüllt bisher unbekannte Geheimnisse des Machu Picchu

Die berühmte Ruinenstadt Machu Picchu hat noch viele Geheimnisse zu bieten. Dank moderner LiDAR-Technologie konnten Archäologen nun bisher verborgene Wege und Strukturen in der Umgebung identifizieren.
Laser-Technologie enthüllt bisher unbekannte Geheimnisse des Machu Picchu
picture alliance

Machu Picchu ist nicht nur eine der größten Sehenswürdigkeiten von Peru, sondern auch eines der neuen Weltwunder, das Touristinnen und Touristen aus aller Welt anzieht. Die gut erhaltene Ruinenstadt der Inka wird von etwa 1,5 Millionen Menschen besucht – pro Jahr. Und trotzdem gibt es noch zahlreiche Geheimnisse um die im 15. Jahrhundert erbaute Stadt in den Anden, die noch nicht entdeckt wurden.

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Das zeigte nun auch eine neue Untersuchung, bei der dank moderner Technologie bislang unbekannte neue Spuren entdeckt werden konnten. Hinter der Untersuchung steht eine Gruppe von Archäologinnen und Archäologen, die die Ruinen und vor allem auch die Umgebung mit der sogenannten „Light Detection and Ranging“-Technologie (kurz LiDAR) analysierten.

Dabei handelt es sich um ein optisches Messverfahren, bei dem Laserimpulse eingesetzt werden, um Entfernungen zu messen und präzise 3D-Abbilder der Umgebung in Echtzeit zu erzeugen. Die Technologie kommt unter anderem auch beim autonomen Fahren oder in der Forstwirtschaft zum Einsatz. Am Machu Picchu stießen die Forscherinnen und Forscher dadurch auf einige Strukturen und Netzwerke, die bisher gänzlich unbekannt waren.

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Viele Fragen um berühmte Sehenswürdigkeit sind noch ungeklärt

Die Ergebnisse wurden unter anderem vom peruanischen Kulturministerium öffentlich gemacht. In der offiziellen Mitteilung ist von neuen Wegen in einer Länge von etwa 2,5 Kilometern die Rede, die wohl aus der Zeit der spanischen Eroberung stammen. Zu dem entdeckten Wegenetzwerk gehört auch eine mindestens 1,2 Kilometer lange Hauptstraße, die aller Wahrscheinlichkeit nach von den Inka errichtet wurde. Das lässt sich unter anderem aus einem Zickzackmuster entlang des Straßenverlaufs ableiten.

Darüber hinaus entdeckte die Gruppe auffällige Strukturen in der Umgebung, die sich unter anderem in Form von Terrassen um Machu Picchu herum gruppierten. Was genau es mit diesen Anlagen auf sich hat, ist noch nicht geklärt. Es ist nicht einmal zweifelsfrei festzustellen, dass die Strukturen auf die Inka zurückzuführen sind. Expertinnen und Experten vermuten unter anderem eine landwirtschaftliche Nutzung.

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Karte der Umgebung des Machu Picchu
Kulturministerium Peru

Was die Entdeckungen am Machu Picchu bedeuten

Bislang lagen die Strukturen unter der Vegetation verborgen und konnten nun mithilfe der Laser-Technologie entdeckt werden. Die Entdeckung könnte neue Erkenntnisse darüber liefern, wie sich die Menschen vor der spanischen Eroberung in dem Gebiet rund um Machu Picchu bewegten.

Darüber hinaus helfen die Untersuchungen an sich, die alte Inka-Stadt nicht als isolierten Komplex zu betrachten. Archäologinnen und Archäologen bietet sich dadurch die Möglichkeit, das deutlich größere Netzwerk von Straßen, Siedlungen und landwirtschaftlichen Flächen sowie andere mit dem Gelände verbundene Strukturen zu erforschen. Weitere Ausgrabungen in der Region sind bereits geplant.