In erster Linie ist Lidl für seine Lebensmittel bekannt, die es – wie für Discounter üblich – zu vergleichsweise geringen Preisen anbietet. Allerdings gibt es in den Filialen auch andere Waren zu kaufen, die in den Non-Food-Bereich fallen. Und genau hier soll künftig eine Änderung greifen, für die alle 3271 Filialen umgebaut werden. Kundinnen und Kunden könnten von dem neuen Konzept deutlich profitieren.
Neue Themenwelten und Ausbau des Non-Food-Bereiches bei Lidl
Wie Lidl jetzt angekündigt hat, führt der Discounter neue Themenwelten in seinen Filialen ein. Diese sollen die bisherigen Wochenaktionen ersetzen, die sich einiger Bekanntheit und auch Beliebtheit erfreuen. Das soll zum einen für mehr Orientierung in den Märkten sorgen, zum anderen aber auch die Sichtbarkeit der Eigenmarken in diesem Bereich verbessern.
„Wir vereinen die Effizienz des Discounts mit der Inspiration eines Fachmarkts zu einem neuen Standard“, erklärt Steffen Graf, der den Non-Food-Bereich bei Lidl verantwortet. Geplant sind insgesamt sechs Bereiche beziehungsweise Themenwelten, die klar einer Eigenmarke des Discounters zuzuordnen sind, die dann im Zentrum steht, aber weiterhin durch andere Marken ergänzt werden kann:
- Parkside: Baumarkt und Garten
- Silvercrest: Küche und Haushalt
- Crivit: Sport und Freizeit
- Livarno: Wohnen und Einrichtung
- Esmara: Mode und Accessoires
- Lupilu: Baby, Kinder und Spielzeug

Produkte landen dauerhaft im Discounter-Sortiment
Was zunächst wie eine einfache Design-Änderung wirkt, könnte deutlich größere Auswirkungen haben. Es bedeutet nämlich nicht nur mehr Übersichtlichkeit für Kundinnen und Kunden. Im Gegensatz zu vorher bekommen Non-Food-Produkte damit einen festen Platz im Sortiment, der nicht ausschließlich von zeitlich begrenzten Aktionen abhängt.
Wer künftig zu Lidl geht, kann also unabhängig von solchen Aktionen Werkzeuge von Parkside oder Küchengeräte von Silvercrest kaufen. Saisonale Schwerpunkte soll es weiterhin geben, die sich flexibel an die Nachfrage anpassen lassen.
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Lidl setzt künftig noch mehr auf E-Commerce
Zusätzlich stellt sich Lidl künftig digitaler auf und setzt, wie schon andere Anbieter, auf eine Omnichannel-Struktur. Diese vernetzt den stationären Handel besser mit dem E-Commerce – in diesem Fall dem Onlineshop – des Discounters.
So sollen Kundinnen und Kunden über Informationstafeln und auch über QR-Codes im Supermarkt schneller zum Online-Angebot gelangen, wo es mehr Produkte gibt als vor Ort in der Filiale. Das gesamte neue Konzept soll neben dem besseren Einkaufserlebnis auch die internen Prozesse effizienter gestalten und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlasten.

