Wer in den Urlaub fährt, muss auch in deutschen Regionen Kurtaxe zahlen. Dieser Betrag fließt direkt an die Gemeinde und unterscheidet sich je nach Ort. Die Kosten kommen zusätzlich auf die Reisenden zu und werden zumeist unabhängig von den Preisen für die Übernachtung erhoben.
Viele Anbieter wickeln die Zahlung direkt vor Ort ab. Es gibt aber auch immer mehr Betreiber von Ferienwohnungen, die separate Systeme nutzen. In rund 60 Gemeinden ist die Kurtaxe 2026 angestiegen. Der Betrag hat sich an manchen Orten sogar mehr als verdoppelt. Das Reiseportal HolidayCheck hat kürzlich die Höhe der Tourismusabgabe unter die Lupe genommen und erklärt, dass etwa jeder sechste Ort den Betrag im Vergleich zum Jahr 2025 angehoben hat.

Sommerurlaub in Deutschland: Die Kurtaxe wird 2026 an vielen Orten angehoben
Der größte Preissprung ist in Wolfegg im Allgäu zu beobachten. Dort werden statt 80 Cent pro Nacht und pro Person nun 1,90 Euro fällig. Es handelt sich um eine Steigerung von 137,5 Prozent. Bad Mergentheim hat die Abgabe von 1,90 Euro auf 3,50 Euro erhöht und in Oberstdorf zahlen Gäste 4,70 statt 3,80 Euro. In Baden-Baden werden 2026 wiederum 4,50 Euro fällig. Doch im Norden ist es sogar noch teurer.
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Auf Spiekeroog zahlen Urlauber 5,50 Euro pro Nacht und Person, was die beschauliche Insel zum absoluten Spitzenreiter macht. Der Betrag kommt in der Hauptsaison zwischen März und Oktober zum Zug. In Langeoog zahlen Gäste derweil 4,95 Euro. Ähnlich teuer ist es mit 4,90 Euro auf Wangeroog und Norderney. In Städten wie Berlin und Bonn richtet sich die Kurtaxe hingegen nach dem Übernachtungspreis. Die Tourismusabgabe dient dazu, die Infrastruktur in Erholungsorten zu pflegen und stetig zu verbessern. Reisende haben auf die Zahlung keinen Einfluss. Häufig erhält man aber auch gleichzeitig eine Gästekarte und somit zahlreiche Vorteile und Vergünstigungen während des Aufenthalts.

