Der Discounter Kik hat angekündigt, europaweit ganze 225 Filialen schließen zu wollen. Auch in Deutschland sollen 135 Standorte bis Ende 2026 die Türen für immer schließen. Europaweit wird es nach der Umstrukturierung allerdings immer noch rund 4.000 Geschäfte geben.
Kik zählt zu den Einzelhändlern mit den meisten Verkaufsstellen in der Bundesrepublik. Der Discounter ist insgesamt in 14 europäischen Ländern vertreten. „Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität“, erklärte Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel. „Die Formel: 'Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden' ist nicht 100-prozentig aufgegangen“, heißt es weiter.

Auch Deutschland ist betroffen: Der Discounter Kik schließt zahlreiche Filialen
Ursprünglich hatte Kik nämlich massiv expandiert. Nun muss der Mode- und Haushaltsdiscounter aber wieder zurückrudern. Kümmel erklärte, dass die Filialen zu nah beieinander liegen würden und das Standortnetz aktuell zu dicht sei. Bislang gibt es noch keine Liste, die zeigt, welche Städte von den Schließungen betroffen sind. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass man noch nicht alle Filialen informiert hat und die Organisation intern zuerst erfolgen muss.
„Wir werden die Mitarbeitenden der betroffenen Filialen in anderen Filialen weiter beschäftigen oder anderweitig eine Lösung finden“, erklärte Kümmel. Es soll demnach also keine Kündigungen geben. Schon im September 2025 wurde angekündigt, dass unrentable Filialen geschlossen werden müssen. Am Geschäftsmodell und am Angebot von Kik wird sich aber auch in Zukunft nichts ändern. Auch Aldi hat kürzlich angekündigt, mehrere Märkte in Deutschland schließen zu wollen.

