Die Spritpreise sind in Deutschland deutlich angestiegen. Kurz nach der Eskalation im Iran mussten Autofahrer bereits durchschnittlich 1,794 Euro pro Liter Super E10 und 1,759 Euro pro Liter Diesel zahlen. In einigen Regionen überstiegen die Kosten sogar die 2-Euro-Marke. Ein Problem, das dazu geführt hat, dass zahlreiche Autofahrer im Ausland tanken.
Insbesondere in Polen kostet der Sprit teilweise bis zu 60 Cent pro Liter weniger. Das ist auch dem Zoll bewusst, der bestimmte Tank-Touristen nun verstärkt kontrolliert. Wie eine Sprecherin des Zolls gegenüber der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ erklärte, werden aktuell bundesweit an Grenzübergängen Stichproben durchgeführt.

Zoll kontrolliert Tank-Touristen: Hohe Spritpreise treiben Autofahrer ins Ausland
Das Phänomen der Tank-Touristen ist insbesondere in den Grenzbereichen zu Polen und Tschechien aufgefallen. Die Spritpreise sind aber nicht nur in diesen beiden Ländern günstiger, auch in Belgien, Luxemburg und Österreich kann man ordentlich sparen. Doch was genau ist eigentlich erlaubt? Autofahrer dürfen prinzipiell Diesel und Benzin im EU-Ausland tanken und steuerfrei nach Deutschland einführen, allerdings muss man einige Regeln beachten.
Was ist beim Tanken im Ausland erlaubt?
Der Kraftstoff muss bereits versteuert an einer Tankstelle erworben werden und sich entweder im Tank des Wagens oder in einem Reservebehälter befinden. "Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 20 Litern in den Reservebehältern nicht beanstandet", erklärte der Zoll. Wird diese Menge aber überschritten, kann es teuer werden. Der Schwerpunkt der Stichprobenkontrollen liegt aktuell in den Grenzgebieten zu Brandenburg, Sachsen und Bayern, wie der ADAC berichtet. Wer günstig tanken möchte, sollte jedoch nicht in die Schweiz oder in die Niederlande fahren. Denn dort kosten Diesel und Benzin häufig sogar noch mehr als hierzulande.
Diese Regeln sollten Autofahrer beim Tanken im EU-Ausland kennen:
- Im Tank: Es darf unbegrenzt Kraftstoff getankt werden.
- Im Reservekanister: Bis zu 20 Liter sind steuerfrei erlaubt.
- Wichtig: Der Kanister muss für Kraftstoff zugelassen und im Fahrzeug gesichert sein.
- Konsequenzen: Wer gegen die Regel verstößt, muss die Mineralölsteuer und ein Bußgeld zahlen.
