Die Sommersaison beginnt und Europas Mittelmeerstrände füllen sich zusehends. Griechenland hat bereits im Jahr 2024 diesbezüglich eine Regelung aufgestellt. Diese sieht vor, dass mindestens 70 Prozent eines Strandes von kommerziellen Sonnenliegen freigehalten werden müssen. Angesichts der zahlreichen Strände in Griechenland scheint eine Überwachung der Einhaltung dieser Regelung nahezu unmöglich.
Deshalb setzt das Land nun auf Drohnen und die Auswertung entsprechender Bilder, um gegebenenfalls Strafen verhängen zu können. Auch diese Pläne stammen bereits aus dem Jahr 2024. Dabei geht es hauptsächlich darum, gegen die Betreiberinnen und Betreiber von Strandbars, illegalen Privatstränden und Tavernen vorzugehen, die immer mehr Badeplätze belegen.
Griechenland will an Stränden für Ordnung sorgen
Wer gegen die Regelung verstößt, dem drohen hohe Strafen. So wurde 2024 gegen ein Unternehmen, das ohne Lizenz am Strand Thymari in Anavyssos tätig war, eine Strafe von 220.000 Euro verhängt, wie „Travelnews“ berichtete. Auch Geschäftsschließungen sind möglich.
Privatpersonen sind von der Regelung nicht betroffen. Im Gegenteil: Sowohl Einwohnerinnen und Einwohner als auch Touristinnen und Touristen sollen von der Regelung vor allem profitieren. In Griechenland sind Privatstrände grundsätzlich nicht erlaubt, da allen der Zugang zur Küste gewährt werden soll. Zudem möchte das Land, das stark vom Tourismus abhängig ist, mit der Sonnenliegen-Regel den Aufenthalt an den Stränden aufwerten.

Drohnen müssen DSGVO-konform eingesetzt werden
Allerdings sind Strandbesucherinnen und -besucher natürlich indirekt von der Drohnen-Überwachung betroffen. Das gilt insofern, als dass man sich bewusst sein sollte, dass Drohnen-Aufnahmen möglich sind, wenn man an Griechenlands Stränden unterwegs ist. Dabei muss sich die griechische Regierung allerdings an strenge Auflagen im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) halten.
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Übrigens kann man die griechischen Behörden bei ihrem Vorhaben unterstützen, indem man über die App „MyCoast“ Verstöße von Betreiberinnen und Betreibern meldet. Nachdem die Anwendung zunächst nur auf Griechisch zur Verfügung stand, gibt es sie inzwischen unter anderem auch auf Englisch.

