Der Autobauer VW hat kürzlich mitgeteilt, dass der Gewinn 2025 im Vergleich zum Vorjahr um ganze 44 Prozent eingebrochen ist. Nach Steuern ist der Gewinn somit von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken. Dabei fiel der Umsatz um 0,8 Prozent auf rund 322 Milliarden Euro. Diese Zahlen führen dazu, dass der Konzern weitere Maßnahmen ergreifen wird.
Bei der Tochtergesellschaft Porsche sieht es sogar noch schlechter aus. Das operative Ergebnis sank auf 90 Millionen Euro. Zuvor belief es sich noch auf 5,3 Milliarden Euro. Inklusive der Finanzdienstleistungen belief sich das Ergebnis der Porsche AG im Jahr 2025 auf insgesamt 413 Millionen Euro. Dieser Tiefschlag hängt insbesondere mit Abschreibungen und einem deutlichen Strategiewechsel zusammen, der schließlich auch den Mutterkonzern belastete.

Autobauer veröffentlicht Zahlen: VW und Porsche verzeichnen Gewinneinbruch
Doch auch die von Donald Trump eingeführten US-Zölle sorgen für eine erhebliche Herausforderung. "60 Prozent der deutschen Exporte in die USA entfallen auf Autos, Maschinen und Pharma", erklärten die Forscher des ifo-Instituts im Januar. Die Zölle für Autos und Kfz-Teile wurden von den zuerst angedachten 27,5 Prozent auf 15 Prozent gesenkt. Allerdings handelt es sich immer noch um eine deutliche Steigerung, denn zuvor fielen nur 2,5 Prozent an.
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VW kündigte nun an, bis zum Jahr 2030 50.000 Stellen in Deutschland abbauen zu wollen. Es sollen Abfindungen ausgezahlt und Altersteilzeitvereinbarungen zum Einsatz kommen. Ende des Jahres 2024 hatte man mit den Gewerkschaften bereits vereinbart, 35.000 Stellen abbauen zu wollen, nun sind weitere 15.000 hinzu gekommen. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall äußerte sich besorgt, denn allein in diesem Jahr könnten bis zu 150.000 Stellen in der Metall- und Elektroindustrie abgebaut werden. Unter anderem wurden zu hohe Sozialabgaben und Energiekosten für die größte Krise seit Gründung der Bundesrepublik genannt.
VW-Chef Blume äußert sich zu den Maßnahmen
Trotz des Gewinneinbruchs gab es ein kämpferisches Statement aus den obersten Reihen des Konzerns. "Wir kommen mit unseren Kostenaktivitäten hervorragend voran", sagte VW-Chef Oliver Blume trotz Veröffentlichung der neuesten Zahlen am Dienstag. In Wolfsburg, Emden und Zwickau wurden die Fabrikkosten im vergangenen Jahr um 20 Prozent gesenkt. Zudem schnitt VW im Schlussquartal besser ab als in den vorangegangen neun Monaten.

