Die Urlaubssaison steht vor der Tür und viele Deutsche fahren nach Italien. Wer mit dem Auto unterwegs ist, könnte ab Juni von einer neuen Stau-Regel profitieren. Denn nicht selten kommt es auf dem Weg in den Süden zu kilometerlangen Staus. Das ist besonders ärgerlich, wenn man für die Strecke eine Mautgebühr bezahlt hat.
Genau hier setzt die neue Stau-Regel an, die von der italienischen Verkehrsregulierungsbehörde Autorità di Regolazione dei Trasporti (ART) schon im vergangenen Dezember beschlossen wurden. Sie ist Teil der Delibera Nr. 211/2025. Wer ab Juni 2026 im Stau feststeckt, soll nämlich sein Geld zurückerhalten. Ob auch ausländische Fahrer von der neuen Regelung Gebrauch machen können, ist momentan allerdings noch nicht geklärt.

Werden auch Urlauber profitieren? Italien plant neue Stau-Regel ab Juni
In Italien wurde durch den Beschluss das Recht auf Rückerstattung der Autobahnmaut eingeführt. Zu einer solchen Erstattung kann es kommen, wenn man aufgrund von Baustellen nicht vorwärts kommt. Denn die Maut soll dem erhaltenen Fahrdienst entsprechen. Die neuen Regeln werden ab dem 1. Juni 2026 auf Autobahnabschnitten gelten, die von einem Konzessionär betrieben werden. Erst ab dem 1. Dezember gilt die Regel auch auf Abschnitten, die von mehreren Betreibern verwaltet werden.
Wie viel Geld man zurück erhält, hängt vom Ausmaß des Staus ab. Der Betrag richtet sich nach der Länge der Strecke und der Zeit, die man im Stau verbracht hat. Kommt es zu einer Abweichung von nur zehn Minuten auf einer Strecke von 30 bis 50 Kilometern, kann bereits eine Erstattung beansprucht werden. Ab 50 Kilometern sind 15 Minuten nötig. Wer zwischen 60 und 119 Minuten feststeckt, erhält 50 Prozent des gezahlten Preises zurück. Bis zu 179 Minuten können eine Erstattung von 75 Prozent zur Folge haben und bei drei Stunden muss man gar keine Maut mehr zahlen.
Lediglich Notfall-Baustellen und Unfälle sind von der Stau-Regel ausgenommen. Die Beantragung erfolgt über die App der Autobahnbetreiber. Unter welchen Bedingungen deutsche Autofahrer ihr Geld zurückerhalten können, ist zwar aktuell noch unklar, soll aber in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden.
