Gefährlicher Trend in Irland: Jugendliche sind als Geisterfahrer für Likes im Netz unterwegs

Sie suchen den nächsten viralen Moment und riskieren dabei alles. Die irische Polizei schlägt Alarm wegen einer neuen, tödlichen Mutprobe. Immer mehr Jugendliche setzen sich als Geisterfahrer ans Steuer, getrieben vom Druck der sozialen Medien.
Gefährlicher Trend in Irland: Jugendliche sind als Geisterfahrer für Likes im Netz unterwegs
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In Irland sind fünf Menschen bei einem schweren Autounfall verstorben. Immer mehr Jugendliche begeben sich als Geisterfahrer auf die Straßen und bringen sich in Lebensgefahr. Das Ziel: Mehr Likes in den sozialen Medien. Deshalb warnt die Polizei nun vor den waghalsigen Aktionen, bei denen auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.

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Am Sonntagmorgen sind mehrere junge Männer ums Leben gekommen, die auf der Autobahn M9 südwestlich von Dublin unterwegs waren. „Was dieses rücksichtslose Verhalten noch erschreckender macht, ist, dass es in einigen Fällen für Likes in den sozialen Medien geschieht“, erklärte Polizeichef Justin Kelly gegenüber der Presse.

Ein Geisterfahrer auf der Autobahn
Andreas von Mallinckrodt/Shutterstock

Geisterfahrer-Trend: Polizei warnt Jugendliche vor gefährlicher Challenge

Neben den fünf jungen Männern, die bei dem Manöver verstorben sind, wurden außerdem drei Frauen und ein Kind schwer verletzt. Sie waren auf dem Weg zum Flughafen in Dublin. Die Geisterfahrer filmen sich gegenseitig und stellen die Videos anschließend ins Netz. Ziel ist es, eine noch waghalsigere Aktion zu zeigen als die anderen. Schon Anfang August kollidierten deshalb acht Jugendliche mit einem Auto auf der Gegenfahrbahn.

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Sollte eine Altersgrenze für Social Media eingeführt werden?

Noch ist unklar, ob sich der Vorfall am Sonntag ebenfalls wegen dieses Trends ereignete. Kelly sagte, der Unfall sei „entsetzlich“ gewesen und er wolle vorsorglich auf den gefährlichen Trend aufmerksam machen, um andere Todesfälle zu vermeiden. Immer wieder kommt es zu waghalsigen Handlungen für Likes und virale Videos im Netz. Dazu zählen auch die Benadryl-Challenge oder aber das Klettern auf extrem hohe Gebäude. In New York führte beispielsweise das sogenannte Subway Surfing zu Todesfällen. Dabei klettern Jugendliche auf die Waggons einer fahrenden U-Bahn und filmen sich dabei.

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Die sozialen Medien üben einen immer stärkeren Druck auf junge Menschen aus. Deshalb wird verstärkt auch in Deutschland über ein Mindestalter diskutiert. Australien hat bereits eine Altersgrenze eingeführt. Dort dürfen Jugendliche TikTok, Instagram und Co. erst nutzen, wenn sie mindestens 16 Jahre alt sind.