Perfide Einbruchsmasche: Polizei warnt vor „Spinnenfäden“

Was auf den ersten Blick harmlos wirkt, kann ein Hinweis auf einen bevorstehenden Einbruch sein. Die Polizei warnt deshalb jetzt vor einer Masche, bei der Täter ihre Opfer mittels feiner Fäden ausspionieren.
Perfide Einbruchsmasche: Polizei warnt vor „Spinnenfäden“
iStock / YiorgosGR

Das Gefühl, durch lose Spinnenfäden zu laufen, kennen wohl die meisten. Man fühlt einen sehr feinen, kaum wahrnehmbaren Widerstand; teilweise fühlt es sich so an, als ob einen irgendwo ein loses Haar leicht kitzeln würde. Wer dieses Gefühl in der Nähe seiner Haustür hat oder auch akut seltsame Klebefäden entdeckt, sollte vorsichtig sein, da das ein Hinweis auf einen geplanten Einbruch sein kann. Vor der Masche warnt aktuell die Polizei.

Diese nennt das Vorgehen mitunter auch „Spinnennetz-Trick“ und mahnt zur Wachsamkeit. Das System erinnert ein wenig an Gaunerzinken, auch wenn das Vorgehen nicht wirklich miteinander zu vergleichen ist. Worauf sollte man genau achten?

Klebefäden können Einbruch ankündigen

Zwar hält sich hartnäckig das Klischee, dass Einbrecherinnen und Einbrecher nachts in fremde Objekte einsteigen. Statistiken zeigen jedoch, dass es eine deutliche Einbruchshäufung am Vormittag gibt. Dann sind nämlich potenziell die meisten nicht zu Hause, da sie sich auf Arbeit befinden. Denn auch für Kriminelle ist es am einfachsten, wenn sie leere Häuser und Wohnungen vorfinden. Dabei kommen nun die Klebefäden ins Spiel.

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Diese werden mithilfe einer Klebepistole zwischen Tür und Rahmen angebracht. Nach einiger Zeit kommen die Einbrecherinnen und Einbrecher wieder und kontrollieren den Faden. Das Konzept dahinter ist simpel: Ein unbeschädigter Faden zeigt an, dass niemand die Wohnung oder das Haus betreten hat, was bedeutet, dass ein Einbruch potenziell ungestört verlaufen könnte. Ist der Faden jedoch weg, wurde die Tür in der Zwischenzeit geöffnet.

Polizei bittet um Wachsamkeit bei Spinnennetz-Trick

Der Polizei Brandenburg zufolge kommt die Masche aktuell wieder vermehrt vor. Bereits 2024 war vor dem Vorgehen gewarnt worden. Deshalb ruft sie die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf. In einem Post heißt es unter anderem: „Achten Sie auf ungewöhnliche Veränderungen und informieren Sie bei Feststellung die Polizei.“

Wer entsprechende Fäden an seiner Tür entdeckt, sollte also doppelt wachsam sein und am besten die Behörden verständigen. Das könnte der Polizei im besten Fall helfen, einen weiteren Einbruch zu verhindern. Wer in diesem Zusammenhang verdächtige Personen in der Nachbarschaft sieht, sollte ebenfalls tätig werden.

Ausspähmethoden vor Einbruch können auch eine Warnung sein

Das Vorgehen erinnert ein wenig an den Flyer-Trick. Bei dieser Ausspähmethode klemmen die Täterinnen und Täter Werbematerialien, Zeitungen oder eben Flyer in die Eingangstür oder auch in den Briefkasten. Werden diese nicht entfernt, bedeutet das grünes Licht für einen Einbruch.

Wenn man in den Urlaub fährt, sollte man also am besten seine Nachbarinnen und Nachbarn bitten, ab und zu nach dem Rechten zu sehen – und übrigens sollte man am besten auch ein Glas auf die Spüle stellen. Dabei sollten diese zum einen auf entsprechende Anzeichen achten und diese anschließend auch entfernen.