Zum zweiten Mal: 14-Jähriger klaut Linienbus und legt damit Hunderte Kilometer zurück

Ein 14-Jähriger hat einen Linienbus geklaut und ist mit dem Fahrzeug sogar bis über eine Landesgrenze gekommen, bevor er von der Polizei gestoppt wurde.
Zum zweiten Mal: 14-Jähriger klaut Linienbus und legt damit Hunderte Kilometer zurück
IMAGO / ingimage

Es ist noch nicht lange her, dass ein 15-jähriger Schüler mit einer Aktion für Aufsehen gesorgt hat. Der Deutsche hatte im März einen Linienbus in Mainz-Kastel gestohlen, um seine Freundin damit zur Schule fahren zu können. Nun gibt es einen zwar weniger romantischen, aber dennoch ähnlichen Fall in Norwegen.

Dort, in der Nähe von Oslo in Vestby (Akershus), hat ein 14-Jähriger nämlich ebenfalls einen Linienbus gestohlen. Anschließend fuhr der Teenager ganze 213 Kilometer, bis er hinter der schwedischen Grenze in Stenungsund gestoppt wurde. Der Junge ist offenbar bereits polizeibekannt – weil er schon einmal einen Bus gestohlen hatte.

14-jähriger fuhr gute zwei Stunden mit gestohlenem Bus

Der Vorfall ereignete sich wohl am 14. April. Bei der Polizei in Norwegen ging gegen 4 Uhr morgens ein Notruf der Gesellschaft Connect Bus ein, weil eines ihrer Fahrzeuge fehle und sich laut GPS-Daten auf dem Weg Richtung Schweden befinde. Zudem sei der Fahrer ein Jugendlicher. Der Junge wurde dann samt Fahrzeug von der schwedischen Polizei gestoppt; er und auch der Bus haben den Vorfall unbeschadet überstanden.

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Der 14-Jährige, der am Steuer saß, hatte wohl bereits im Jahr zuvor einen Bus entwendet, und zwar vom selben Unternehmen. Damals war er dem Portal „Nettavisen“ zufolge etwa drei Stunden in Sandnes, Ryfast und Stavanger herumgefahren, bevor er das Fahrzeug selbst zurückgab.

Blaues Busschild in Norwegen
IMAGO / Bihlmayerfotografie

Unternehmen analysiert, wie es zum erneuten Diebstahl kommen konnte

Das erste Verfahren wurde damals laut NRK aufgrund des jungen Alters des Diebes eingestellt. Dem 14-Jährigen droht nun wohl ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Zunächst wird der Fall aber noch untersucht. Der Vorgang erregte in Norwegen einige Aufmerksamkeit, auch weil es eines gewissen Könnens bedarf, um ein Fahrzeug dieser Größe gute zwei Stunden über die Straßen zu manövrieren.

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Ein Pressesprecher des Unternehmens Ruter, in dessen Auftrag die Transportgesellschaft handelt, erklärte dazu: „Allein schon in den Bus einzusteigen und ihn zu starten, ist eine Herausforderung, und dann braucht man noch ein gewisses Maß an Fachwissen, um ihn zu fahren.“ Man nehme die Vorkommnisse sehr ernst und analysiere die Abläufe, um herauszufinden, wie es zu dem Diebstahl kommen konnte.