In Deutschland ist es auch weiterhin heiß. Zwar kam es in den vergangenen Tagen bereits häufiger zu Unwettern, doch die Temperaturen klettern immer wieder auf über 30 Grad. Da mittlerweile die Urlaubssaison begonnen hat, spielen Erfrischungen im Wasser eine immer wichtigere Rolle.
Die Entwicklungen zeigen außerdem, dass immer mehr Menschen innerhalb Deutschlands die Sommerferien verbringen, anstatt ins Ausland zu fahren oder zu fliegen. Doch beim Schwimmen muss man auch hierzulande vorsichtig sein, denn im Wasser können sich unter Umständen Blaualgen und Vibrionen tummeln. Wer trotzdem in diesen Gewässern baden geht, gefährdet seine Gesundheit.

Blaualgen und Vibrionen können krank machen: Im See und am Meer ist Vorsicht geboten
Bei Blaualgen handelt es sich um sogenannte Cyanobakterien, die sich insbesondere bei hohen Temperaturen in flachen Seen, aber auch im Meer vermehren können. Da einige Arten Toxine bilden, drohen bei Hautkontakt oder Verschlucken schlimmstenfalls Gliederschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen und Atemwegserkrankungen. Auch Hunde sind gefährdet. Man erkennt einen Befall mit Blaualgen an der blaugrünen Trübung des Wassers und an entsprechenden Warnschildern, die in der Umgebung platziert werden.
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Auch Vibrionen können im Sommer gefährlich werden. Sie sind zwar das ganze Jahr über im Süß- und Salzwasser vorhanden, können sich aber bei hohen Temperaturen schlagartig deutlich vermehren. Sie sorgen im Sommer immer wieder in Nord- und Ostsee für Probleme. Über Verletzungen gelangen sie in den Körper und können zu Schwellungen, Fieber und schweren Entzündungen führen. Es kam vereinzelt immer wieder zu Todesfällen. Wer unter einer Vorerkrankung leidet, ist besonders gefährdet.
Wie sich Badegäste jetzt verhalten sollten
Wie der ADAC erklärte, sind der Altmühlsee, die Donau, das Zwischenahner Meer sowie der Kleine See in Lindau aktuell von Blaualgen betroffen. Die Wasserqualität wird vor Ort ständig überprüft. Besucher finden an den Badestellen entsprechende Warnschilder. Währenddessen wird an der Ostsee momentan vor Vibrionen gewarnt. Das Gesundheitsamt in Kiel machte schon Anfang Juli auf eine erhöhte Infektionsgefahr aufmerksam. Deshalb soll man das Baden mit Wunden und Hautverletzungen unbedingt vermeiden.

