Altes „Asterix“-Cover stellt besonderen Rekord auf

1,474 Millionen Euro für ein einziges Comic-Cover – diesen Preis hat ein seltenes Werk von Albert Uderzo aus dem Jahr 1966 erzielt. Dabei handelt es sich um ein legendäres Cover der „Asterix“-Reihe.
Altes „Asterix“-Cover stellt besonderen Rekord auf
Shutterstock / Herr.Stock

Mit fast 400 Millionen verkauften Exemplaren gehört die „Asterix“-Comic-Reihe zu den erfolgreichsten aller Zeiten. Und das, obwohl die Serie „nur“ 41 Bände umfasst. Zum Vergleich: „One Piece“ auf Platz 1 kommt auf mehr als 100 Bände. Diesen Sonderstatus in der Comic-Welt hat die Reihe nun mit einem besonderen Rekord unterstrichen.

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Bei einer Auktion in Belgien hat ein originales Titelbild der Reihe einen stolzen Preis von 1,2 Millionen Euro erzielt. Inklusive anfallender Gebühren wurden am Ende sogar 1,474 Millionen Euro fällig, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf das Auktionshaus BD Enchères berichtete, das für seine Spezialisierung auf die sogenannte „9. Kunst“ bekannt ist.

Bei dem versteigerten Werk handelte es sich um eine originale Zeichnung von Albert Uderzo, dem bis zu seinem Tod im Jahr 2020 zuständigen „Asterix“-Illustrator. Das Werk ist dem Auktionshaus zufolge 34 mal 47 Zentimeter groß und wurde in Gouache-Technik auf Karton gemalt. Die Summe stellt einen neuen Rekord für die Werke von Uderzo dar.

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„Asterix bei den Briten“-Cover ist fast 1,5 Millionen Euro wert

Das Cover bezieht sich dabei auf den legendären Comic „Asterix bei den Briten“ (Band 8; die Nummerierungen beziehen sich jeweils auf die deutsche Ausgabe). Darin helfen Asterix und Obelix ihrem Vetter Teefax, Cäsars Armee in Britannien zurückzuschlagen. Wie in der Reihe üblich werden dabei diverse Stereotype thematisiert wie beispielsweise die britische Höflichkeit und Vorliebe für Tee.

Auf dem Cover ist zu sehen, wie Asterix, Obelix und Teefax mit einem großen Fass auf der Flucht vor einigen Rugby-Spielern sind. Das versteigerte Exemplar kam zudem mit einer persönlichen Widmung von Albert Uderzo und seinem Mitautor René Goscinny an ihren Verleger Georges Dargaud. Der Schätzpreis für das Werk lag im Übrigen eigentlich „nur“ bei 150.000 bis 200.000 Euro. Dieser Wert wurde bei der Auktion um ein Vielfaches überboten.

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Im Laufe der Jahre haben einige Cover der Reihe Kultstatus erreicht. Besondere Bekanntheit erreichten beispielsweise die Titelbilder von „Asterix und Kleopatra“ (Band 2), „Asterix als Legionär“ (Band 10), „Die Trabantenstadt“ (Band 17) und natürlich auch das von Band 1, „Asterix der Gallier“. „Asterix bei den Briten“ erschien im Jahr 1966 und gilt unter Expertinnen und Experten als einer der Höhepunkte der Serie. Auch der 1986 erschienene Zeichentrickfilm erfreut sich bis heute einiger Beliebtheit.

Das Cover des Comics „Asterix bei den Briten“
Asterix.com

Comics erzielen auf dem Sammlermarkt enorme Preise

Der bisherige Rekord für ein Uderzo-Cover lag bisher inklusive aller Kosten bei 1,4 Millionen Euro und wurde im Jahr 2017 für das „Tour de France“-Cover (Band 6) bezahlt. Zuvor hielt das Titelbild von „Asterix und der Arvernerschild“ (Band 11) mit 1,197 Millionen Euro den Rekord.

Damit sind die Comics und ihre Cover allerdings noch lange nicht die „wertvollsten“, die also bei Auktionen die höchsten Preise erzielen. Noch deutlich mehr zahlte beispielsweise eine Person für ein Originalbild des belgischen Künstlers Hergé (alias Georges Remi) für das Cover von „Der Blaue Lotos“ der „Tim und Struppi“-Reihe. Das Bild wurde zuletzt für 3,2 Millionen Euro versteigert.

Schaut man auf Comics generell, dann haben oft die Superhelden die Nase vorne. So erreichte im Jahr 2025 eine seltene „Superman“-Ausgabe, die drei Brüder im Nachlass ihrer Mutter entdeckten, einen Preis von 9,12 Millionen US-Dollar, umgerechnet 7,98 Millionen Euro. Ein weiteres „Superman“-Heft aus dem Jahr 1938 wurde zudem Anfang 2026 für 15 Millionen Dollar, umgerechnet knapp 13 Millionen Euro, verkauft. Das lag wohl zum einen am Wert des Comics selbst, aber auch an seinem prominenten Vorbesitzer: Nicolas Cage.