Nicht nur im Sommer kann man besonders gut Sternschnuppen am Himmel beobachten. Auch im April wird es ein beeindruckendes Ereignis geben, denn die Lyriden wurden angekündigt. Mit etwas Glück lassen sich sogar bis zu 18 Sternschnuppen pro Stunde beobachten - manchmal gibt es aber auch kurzfristige Ausbrüche von bis zu 90 Sternschnuppen pro Stunde.
Mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Sekunde werden die Meteore in die Erdatmosphäre eintreten. Da die Meteore in der Atmosphäre verglühen, entstehen die Sternschnuppen, die für einen kurzen Moment den Nachthimmel zum Strahlen bringen. Wer die Lyriden mit eigenen Augen sehen möchte, sollte sich an einen Ort begeben, wo es keinerlei Sichtbehinderungen und helle Lichter gibt.

Lyriden im April: So kann man die Sternschnuppen beobachten
Der Meteorstrom wird zwischen dem 16. und dem 25. April aktiv sein. Der Höhepunkt wird in der Nacht vom 22. Auf den 23. April erreicht. Am deutlichsten kann man die Sternschnuppen nach Mitternacht beobachten. Der abnehmende Halbmond sorgt dafür, dass es gleichzeitig nicht zu hell sein wird. Beobachter müssen nach dem Sternbild Leier Ausschau halten. Dort haben die Lyriden ihren Ursprung. Apps wie „Sky Tonight“ können bei der Orientierung helfen. Der Meteorstrom stammt aus Trümmerteilen des Kometen Thatcher.
Die Lyriden 2026 auf einen Blick:
- Zeitraum: 16. bis 25. April
- Maximum: Nacht vom 22. auf den 23. April
- Beste Uhrzeit: Ab Mitternacht bis zur Morgendämmerung
- Blickrichtung: Osten/Nordosten (Sternbild Leier)
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Die Lyriden können jedes Jahr im Frühling beobachtet werden. Erstmals wurde eine Beobachtung des Meteorstroms im Jahr 687 v. Chr. aufgezeichnet. Die Aufzeichnungen stammen aus dem chinesischen Geschichtswerk Zuozhaun. Darin heißt es, dass „Sterne wie Regen vom Himmel fielen“. Der Komet Thatcher, von dem die Lyriden stammen, ist allerdings nicht mit bloßem Auge sichtbar und wird sich erst wieder im 23. Jahrhundert der Sonne annähern. Er benötigt insgesamt 415 Jahre, um die Sonne zu umkreisen.

