Folgen für die Gesundheit: Experte warnt vor scheinbar harmloser Angewohnheit

Bei Tabak, Alkohol und Zucker weiß jeder um die gesundheitlichen Gefahren. Es gibt allerdings eine weitverbreitete Angewohnheit, die harmlos scheint und deshalb einem Experten zufolge viel gefährlicher ist.
Folgen für die Gesundheit: Experte warnt vor scheinbar harmloser Angewohnheit
iStock / David Gyung, Facebook / @Dr. Eric Berg

Ein Experte hat in einem Video darüber gesprochen, was die seiner Meinung nach „gefährlichste Angewohnheit“ ist. Dabei bezieht er sich zum einen darauf, dass dadurch diverse gesundheitliche Probleme entstehen können. Darüber hinaus sei zudem kaum jemandem bewusst, wie schädlich das Vorgehen für den eigenen Körper sein könne.

Deshalb sei „die gefährlichste Angewohnheit nicht das Rauchen, nicht der Zuckerkonsum oder sogar der Verzehr von Junkfood“, erklärt Dr. Eric Berg in einem seiner Videos. Diese veröffentlicht er unter anderem auf dem Account „The Knowledge Doc“ auf YouTube. Und ihm zufolge ist kaum etwas schädlicher, als ständiges Naschen abseits der Hauptmahlzeiten.

Junger Mann isst ein Croissant
iStock / Olelole

Experte warnt vor Gefahren durch ständiges Snacken

Dabei geht es primär um den Zeitpunkt der Nascherei und weniger um den gewählten Snack. „Die Leute tun es jeden Tag, ohne es auch nur zu hinterfragen, obwohl es Entzündungen, Gewichtszunahme, Fettleber und Prädiabetes verursacht“, erklärt Berg in seinem Video. Dem Experten zufolge komme der Insulin- und auch der Blutzuckerspiegel durch ständiges Essen nicht zur Ruhe. Dadurch könne etwa eine Insulinresistenz entstehen, die wiederum zahlreiche gesundheitliche Probleme verursachen könne.

Anzeige

Auch interessant: Bis zu 15 Jahre mehr Lebenszeit: Die „Big Five“ sollte man unbedingt meiden

Dr. Berg ist gelernter Chiropraktiker und Naturheilkundler und gibt bereits seit Jahren gesundheitliche Tipps, vor allem im Bereich Ernährung. Über alle Plattformen hinweg hat der zudem als Autor tätige Berg fast 25 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten. Dabei steht Berg allerdings immer wieder auch in der Kritik, wichtige Zusammenhänge für seine kurzen Clips viel zu vereinfacht und reißerisch darzustellen – auch, um Nahrungsergänzungsmittel und andere Produkte zu verkaufen. Das bedeutet allerdings nicht, dass man seine Warnung in diesem Zusammenhang nicht ernst nehmen sollte.

Anzeige
Gesunde Snacks wie Nüsse, Brokkoli und Heidelbeeren
iStock / fcafotodigital

Richtiges Snacken kann sogar gut für die Gesundheit sein

Expertinnen und Experten empfehlen grundsätzlich feste Hauptmahlzeiten, statt auf ständige Snack-Zufuhr zu setzen. Auf eine genaue Anzahl wollen sich allerdings die wenigsten festlegen, weil das von vielen Faktoren abhängen kann. Grundsätzlich sind sich aber alle einig, dass man nur essen sollte, wenn man auch wirklich Hunger hat und dass man nicht schon das kleinste Hungerbedürfnis mit einem Snack stillen sollte. Denn der Körper und vor allem die Verdauung brauchen zwischendurch Pausen, um bestmöglich arbeiten zu können, wie etwa die Barmer erklärt. Und tatsächlich spielt auch der Insulinspiegel eine wichtige Rolle, der vier bis fünf Stunden benötigt, um sich nach einer Mahlzeit wieder abzusenken.

Es ist also wichtig, sich gesunde Essenspausen anzugewöhnen, in denen dem Körper keine Nahrung zugeführt wird. Dabei sollte man auf gesunde und möglichst zuckerfreie Nahrungsmittel setzen, damit der Blutzuckerspiegel nicht zu stark steigt. Das wiederum kann die Fettverbrennung blockieren und zu Übergewicht führen, zumal man bei mehreren kleineren Mahlzeiten und Snacks statt weniger großer ohnehin mehr dazu tendiert, in den Kalorienüberschuss zu geraten.

Das bedeutet nicht, dass überhaupt keine Snacks erlaubt sind. Wer etwa einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag ein wenig Obst (mit möglichst wenig Fruchtzucker), Gemüse oder Nüsse essen würde, könne seinem Körper sogar etwas Gutes tun, erklärt die Ernährungsmedizinerin Dr. Anne Latz. Allerdings sollte man die Lebensmittel bewusst essen und sich dafür ein wenig Zeit nehmen.