Pestizide, Mineralöl und mehr: Öko-Test untersucht Studentenfutter

Studentenfutter gilt als beliebter und gesunder Snack. Allerdings hat „Öko-Test“ einige Produkte identifiziert, die Schadstoffrückstände beinhalten.
Pestizide, Mineralöl und mehr: Öko-Test untersucht Studentenfutter
iStock / Milan Markovic

Die klassische Studentenfutter-Mischung besteht aus Rosinen und Nüssen wie Mandeln, Cashews und Walnüssen. Ursprünglich bestand sie lediglich aus Rosinen und Mandeln und würde schon früh speziell für Studentinnen und Studenten als gesunder Snack vermarktet, der bei der Denkleistung hilft. Der Name kommt aber auch daher, dass die Komponenten schon damals recht teuer waren, weshalb sich nur besser betuchte Personen den Snack leisten konnten. Deshalb hat man lange zusätzlich auch von „Pfaffenfutter“ gesprochen.

Auch heute noch handelt es sich um einen beliebten Snack, der bei vielen einen guten und gesunden Ruf genießt.Für die Ausgabe im Februar hat „Öko-Test“ die Produkte von insgesamt 29 Herstellern untersucht. Die Tests ergaben allerdings, das nicht jedes Studentenfutter empfehlenswert ist. Vor allem konventionelle Mischungen enthielten unter anderem Pestizide, Mineralölrückstände und auch versteckten Zucker.

Studentenfutter
iStock / Kemter

Vorsicht bei der Wahl des Studentenfutters: Beliebter Snack kann Schadstoffe enthalten

Dabei vielen sechs Produkte im Test mit der Note „ungenügend“ oder sogar „mangelhaft“ durch; darunter befindet sich mit „Morgenland Bio Kerniges Studentenfutter“ auch ein Bio-Produkt. Weitere Marken auf dieser Liste sind das „Ültje Studentenfutter Original“ sowie das Produkt der Netto-Marke Clarkys. Pestizidrückstände haben sich in nahezu allen Produkten befunden, wobei die gemessenen Gehalte nicht als akut giftig einzustufen sind.

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Auf der anderen Seite gibt es auch sechs Produkte, die die Höchstwertung bekommen haben. Insgesamt gelten 14 Produkte mit einer Wertung von „gut“ oder „sehr gut“ als empfehlenswert. Dazu gehören unter anderem das Alesto Selection Studentenfutter Classic von Lidl und auch die K-Bio-Variante von Kaufland.

Mineralölkohlenwasserstoffen gelten mitunter als krebserregend, Pestizide sind für Umwelt und Mensch gleichermaßen schädlich und werden unter anderem mit Krebs und hormonellen Störungen in Verbindung gebracht. Darüber hinaus fanden die Testerinnen und Tester auch Spuren von PFAS-Pestiziden, die als besonders schwer abbaubar gelten. Und auch der erhöhte Zuckergehalt wird negativ erwähnt, zumal Studentenfutter den Ruf hat, ein gesunder Snack zu sein.

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